Kraftstation Test 2026: Testsieger und Raum-Check
Die Gründe für ein Training in den eigenen vier Wänden können vielfältig sein. Vielleicht möchte man sich Zeit ersparen, vielleicht will man beim Training seine Ruhe haben oder einfach nur eine Trainingsmöglichkeit für die Tage schaffen, an denen man es nicht ins Fitnessstudio schafft.

Wir haben dir bereits gezeigt, wie du mit relativ geringem finanziellem Aufwand ein Homegym einrichten und damit beachtliche Erfolge erzielen kannst. Um Kraft und einen athletischen Körper aufzubauen, braucht es kein 5000 qm Studio mit Vollausstattung.
Eine besondere Stellung im Bereich der Ausstattung deines „Fitnessstudio Zuhause“, nehmen Kraftstationen ein. Kraftstationen vereinen mehrere Geräte, mit denen du im Idealfall ein Ganzkörpertraining absolvieren kannst.
Eine Kraftstation ist ein Homegym auf kleinstem Raum!
Was aber muss man beim Kauf einer Kraftstation beachten, welche Kraftstation ist für wen geeignet? Wir haben Kraftstationen unter die Lupe genommen und die wichtigsten Informationen zur Entscheidungsfindung zusammengefasst.
Kurz und knapp: Welche Kraftstation ist Testsieger?
Unser Testsieger, die Finnlo Autark 6600, wird nicht mehr gebaut. Ihre Rolle übernimmt die Hammer Autark 5.0 für 3.299 Euro: ein 80-Kilo-Block, der sich mit den mitgelieferten Zusatzscheiben auf 102,5 Kilogramm Widerstand bringen lässt, dazu 190 Grad schwenkbare Arme, Latzug, Brustpresse, Rudern und Beincurler. Preis-Tipp ist die Sportstech HGX200 für 1.099 Euro mit bis zu 70 Kilogramm, Beinpresse und Stepper. Vor dem Kauf zählt aber zuerst die Decke: Die neun Stationen in unserer Platz-Tabelle sind 1,98 bis 2,23 Meter hoch, Hammer verlangt bis zu 2,25 Meter Raumhöhe. Einen Kraftstationen-Test von Stiftung Warentest findest du auf test.de nicht (Stand Oktober 2026).
Die besten Kraftstationen
Die Autark 5.0 ist die Oberklasse mit 190 Grad schwenkbaren Multifunktionsarmen. Einen 100-Kilo-Block und eine Beinpresse bringt die neue Autark 6800 mit, als Studio-Turm braucht sie dafür aber 2,50 Meter Breite. In der Autark 8.0 stecken zwei getrennte 80-Kilo-Blöcke mit Doppel-Kabelzug, auf nur 1,10 × 1,49 Metern. Sportstech packt Beinpresse und Stepper dazu. Ohne Gewichtsblock arbeitet die BioForce, deshalb ist sie leiser und leichter. Die Suprfit kann nur Kabelzug, ist dafür aber nur 65 Zentimeter tief und passt an eine Wand, vor der keine andere Station Platz hätte. Und wer bei Hammer günstig einsteigen will, nimmt die Ultra.
Preise und Angaben nach dem Stand von Oktober 2026, Maße und Gewichtsblöcke bei Hammer, Sportstech und auf Amazon geprüft. Bewusst ohne Testnoten, denn die Geräte der aktuellen Generation hatten wir nicht alle selbst unter den Händen. Was wir wirklich getestet haben, steht in den Abschnitten darunter.
Was hat sich am Kraftstationen-Markt getan? (Stand 2026)
Der Markt hat sich seit unserem ersten Test deutlich bewegt: Die bewährten Serien von Finnlo und Sportstech gibt es in überarbeiteten Auflagen, dazu sind zwei neue Kategorien entstanden: smarte Kraftstationen mit App-Steuerung und kompakte Kabelzug-Türme für kleine Räume. Seit unserem Update im August ist noch etwas dazugekommen: Hammer verwendet die bekannten Autark-Namen 6000, 6600 und 6800 für eine neue Generation von Studio-Trainingstürmen. Hier der Überblick über die wichtigsten Serien und was sich jeweils geändert hat.
Finnlo und Hammer Autark: 5.0, 7.0 und die neuen 6600 und 6800
Hier hat sich seit unserem Test das Meiste getan. Die Finnlo Autark 6600 aus unserem ersten Test, damals mit zwei getrennten Gewichtsblöcken, wird nicht mehr gebaut. Als Oberklasse-Stationen sind die Autark 5.0 und die Autark 7.0 an ihre Stelle getreten. Wer eine alte 6600 gebraucht findet, macht nichts falsch, denn technisch bleibt sie eine sehr gute Station.
Die Autark 5.0 ist der direkte Nachfolger unseres Testsiegers. Sie arbeitet mit einem 80-Kilo-Block, die mitgelieferten Zusatzscheiben bringen den Widerstand auf 102,5 Kilogramm. Dazu kommen 190 Grad schwenkbare Arme, ein Push-Pull-Modul für Brustpresse und Rudern, Latzug, Beincurler und eine optionale Beinpresse. Sie steht auf 2,00 × 1,43 Metern, ist 2,17 Meter hoch, und Hammer verlangt 2,20 Meter Deckenhöhe. Die Autark 7.0 legt beim Kabelzug-System noch einmal nach. Beide kosten allerdings deutlich mehr als die alte 6600, weshalb unser Preis-Tipp weiter unten für die meisten Homegyms die vernünftigere Wahl bleibt.
- Platzsparende All-in-One-Kraftstation: Vielseitig, platzsparend und extrem robust: Die...
- 190° schwenkbare Multifunktionsarme: Die seitlichen Trainingsarme bieten einen...
- Push- und Pull-Station in einem Modul: Mit nur einem Handgriff wechselst du zwischen...
- Integrierter Latzug + Bauch- & Trizeps-Modul: Ein gelenkschonendes Training für Rücken...
- Beincurler/-strecker + optionale Beinpresse: Trainiere gezielt deine Oberschenkelmuskulatur...
Die neue Autark 6600 und 6800: Wer heute nach der 6600 sucht, landet bei einem anderen Gerät. Hammer verkauft unter den alten Namen Studio-Trainingstürme mit einem 100-Kilo-Block aus 5-Kilo-Scheiben, maximal 110 Kilogramm Widerstand, höhenverstellbarem Doppel-Kabelzug, Push-Pull-Modul und Butterfly-Armen. Die 6600 für 2.699 Euro hat zusätzlich ein Bauch- und Rückenmodul, die 6800 für 2.799 Euro eine Beinpresse. Mit den alten Stationen haben sie wenig gemein: Beide sind 2,23 Meter hoch, und beim Training brauchen sie 3,50 (6800) bis 3,63 Meter (6600) Breite.
Für den kleineren Geldbeutel war die Autark 600 bisher der Einstieg in die Serie, bei Amazon ist sie derzeit aber nicht lieferbar. Am günstigsten kommst du heute mit der Ultra zu einer Hammer-Station, für 569 Euro: 60-Kilo-Block, bis zu 80 Kilogramm Widerstand, Latzug und Beincurler. Einen echten Doppel-Kabelzug bekommst du in der Serie ab der Autark 8.0 für 1.999 Euro, mit zwei getrennten 80-Kilo-Blöcken auf 1,10 × 1,49 Metern Stellfläche. Dafür verlangt Hammer 2,25 Meter Raumhöhe.
Sportstech HGX-Serie: HGX100 bis HGX300
Die HGX-Serie von Sportstech ist die meistverkaufte Kraftstations-Reihe der letzten Jahre. Das Konzept: 45-in-1-Übungsvielfalt mit integriertem Dipbarren und Boxsack-Option zum fairen Preis. Die HGX100 war lange der Einstieg, die HGX200 (unser Preis-Tipp weiter unten) die goldene Mitte, und die HGX300 ergänzt als Top-Variante einen höhenverstellbaren Kabelzug. Wer zwischen HGX100, HGX200 und HGX300 schwankt: Der Aufpreis lohnt sich vor allem für den Kabelzug der 300er, denn die Verarbeitung ist bei allen drei identisch solide. Darunter gibt es inzwischen die kleine HGX50 für 549 Euro mit App und KI-Coach.
- HGX100 – KOMPAKT UND VIELSEITIG: Ideal für kleine Räume; bietet bis zu...
- GANZKÖRPERTRAINING: Trainieren Sie Rücken, Arme, Beine, Schultern und Bauchmuskulatur zu...
- VIELFÄLTIGE ÜBUNGEN: Latzug, Brustpresse, Beinstrecken und -beugen sowie Bizeps- und...
- KOMFORT UND SICHERHEIT: Atmungsaktive Polsterung aus EVA-Schaum, verstärkter Stahlrahmen und...
- SPORTSTECH LIVE & QUALITÄT: Profitieren Sie von angeleiteten Workouts über die Sportstech...
Hammer Ferrum TX4: ausgelaufen, das sind die Alternativen
Der beliebte Hammer Ferrum TX4 mit klassischem Gewichtsturm ist offiziell ausgelaufen und nur noch als Restposten oder gebraucht zu finden. Wer das robuste Hammer-Konzept sucht, landet heute bei der Bio Force mit TNT-Widerstandstechnologie (Gasdruck statt Gewichtsblock): leiser, gelenkschonender Widerstand bis 110 kg und mit Bestnoten bei der Kundenzufriedenheit. Den Widerstand stellst du in 1,25-Kilo-Schritten ein, und weil kein Block drinsteckt, wiegt die Station nur 68 Kilogramm und lässt sich auf Rollen verschieben. Hammer verlangt 2,10 Meter Deckenhöhe.
- KLASSISCHES BASISMODELL - Bis zu 110 kg TNT-Widerstand und über 100 Übungen für ein...
- BIS 110 KG ZUGGEWICHT - Die Bio Force Kraftstation bietet bis zu 110 kg Widerstand, fein...
- ÜBER 100 ÜBUNGEN - Das flexible Seilzug-System mit vielen Zugpositionen ermöglicht...
- GEZIELTES MUSKELTRAINING - Bilateral unterschiedliche Gewichtseinstellungen helfen, muskuläre...
- EINFACHE VERSTELLUNG - Der Widerstand lässt sich per Schiebe-Verschluss schnell anpassen, ohne...
Neuer Trend: Smarte Kraftstationen
Die auffälligste Entwicklung: Smart-Kraftstationen wie die Sportstech sGym Pro erzeugen den Widerstand elektronisch, passen ihn per App in Echtzeit an und protokollieren jede Wiederholung. Das ist beeindruckend, kostet mit 3.000 bis 4.000 Euro aber so viel wie unsere Oberklasse-Station Autark 5.0, und ohne App läuft nichts. Unsere Einschätzung: spannend für Technik-Fans, fürs reine Muskelaufbau-Training bleibt die klassische Kraftstation das bessere Preis-Leistungs-Paket. Bei Amazon liegt etwa die Speediance Gym Monster 2 (*) bei rund 4.000 Euro.
Platzspar-Alternative: Kabelzug-Station
Wer keinen Platz für eine vollwertige Kraftstation hat, bekommt 2026 eine ernstzunehmende Alternative: kompakte Kabelzug-Türme mit Steckgewichten. Sie decken Rücken, Arme und Schultern hervorragend ab und brauchen kaum mehr Stellfläche als ein Schrank. Wie du dir so eine Lösung einrichtest oder sogar selbst baust, zeigen wir im Kabelzug-Ratgeber für Zuhause. Die Suprfit-Station von dort ist 2,16 Meter hoch, aber nur 65 Zentimeter tief.
- PERFEKT FÜRS HOMEGYM: Der Kabelzug Turm eignet sich für eine Vielzahl an Trainingsübungen...
- VERSTELLBARES STECKGEWICHT BIS 77 KG: Zwei individuell beladbare und verstellbare...
- KABELTURM MIT KLIMMZUGSTANGE: Der Fitness Seilzugturm wird inkl. mittlerer Klimmzugstange mit...
- HOCHWERTIGE & STABILE KONSTRUKTION: Die schwarze Pulverbeschichtung geben dem Kabelzug...
- SPEDITIONSSENDUNG: Da unser Produkt für ein vereinfachtes Handling in 9 Packstücken...
Warum eine Kraftstation?
Dein Bizeps weiß nicht, ob du ihn gerade mit dem Anheben einer Bierkiste oder mit einer professionellen Bizepsmaschine (*) zum Wachsen anregst. Ich habe zu einer Zeit mit dem Training begonnen, da war unser aller Vorbild Arnold das Maß aller Dinge. Im Prinzip wusste noch kaum einer genau, wie man richtig trainiert. Arnolds geheime Zutat für seinen Shake war Jim Beam. Brauchbare Supplemente gab es kaum. Sie waren sündhaft teuer und nur schwer genießbar. Auch an Trainingsequipment mangelte es. Man schweißte sich in der Garage irgendetwas zusammen, mit dem man glaubte, einen bestimmten Muskel besonders gut bearbeiten zu können. In einigen Hardcore-Studios findet man solche Maschinen noch. Teilweise sind sie genial!
Inzwischen gibt es Kraftstationen, die den Geräten in einem Studio in nichts nachstehen. Gute Kraftstationen erlauben ein effizientes Ganzkörpertraining auf kleinstem Raum.
Beim Muskelaufbau stehen Maschinen freien Gewichten nicht nach. Eine Meta-Analyse von Haugen und Kollegen (2023) hat 13 Studien mit 1.016 Teilnehmern ausgewertet. In den fünf Studien, die den Muskelzuwachs gemessen haben, fand sie keinen Unterschied zwischen beiden Trainingsformen. Unterschiede gab es vor allem darin, worin die Teilnehmer stärker wurden: Wer mit freien Gewichten trainierte, schnitt bei Tests mit freien Gewichten besser ab. Mehr dazu steht im Faktencheck zu elf hartnäckigen Fitness-Mythen.
Wie viel Training es braucht, sagt die WHO: Erwachsene sollen an mindestens zwei Tagen pro Woche Kraftübungen machen, die alle großen Muskelgruppen beanspruchen (Bull und Kollegen, 2020). Genau das deckt eine gute Station ab: Latzug und Rudern für den Rücken, Brustpresse und Butterfly für die Brust, Beinpresse oder Beincurler für die Beine.
Vorteile und Nachteile von Kraftstationen
Vorteile
- Kraftstationen sind platzsparend, da sie verschiedene Geräte auf kleinem Raum in sich vereinen. So hat man vielleicht sogar noch etwas Platz für weitere Trainingsgeräte wie zum Beispiel einem Bike für die Fitness.
- Man spart sich viel Zeit, weil der Weg ins Studio entfällt.
- Du musst dich zu Stoßzeiten nicht in die Schlange hinter dem jeweiligen Gerät einreihen, sondern kannst deine Übungen ohne Zeitverzug ausführen.
- Kraftstationen erlauben meist geführte Bewegungen die im Gegensatz zu Übungen mit freien Gewichten deutlich einfacher ausführbar sind. Die Verletzungsgefahr wird damit minimiert.
- Aus der Praxis ist mir bekannt, dass viele Menschen sich vor dem Gang in ein Fitnessstudio scheuen. Man geniert sich, weil die Leistungsfähigkeit sehr niedrig ist oder man fühlt sich unwohl, weil man übergewichtig ist.
Nachteile
- Man sollte sich bereits etwas auskennen oder jemanden haben, der sich bereit erklärt die korrekte Übungsausführung zu erläutern. Auch ein Trainingsplan sollte mit Sach- und Fachkenntnis erstellt werden. Wer denkt, dass das doch nicht so schwer sein kann, verschätzt sich leicht und erlebt rasch Frust, wenn nicht nur Erfolge ausbleiben, sondern auch noch Schmerzen auftreten. Viele Personal Trainer bieten an, einen Trainingsplan zu erstellen, der auf die eigenen Ziele und das vorhandene Equipment abgestimmt ist. Regelmäßig zwei bis drei Stunden Personaltraining sind gut investiert.
- Wer bestimmte Vorerkrankungen am Bewegungsapparat hat, kommt um eine fachliche Beratung nicht herum. Entweder man bestellt sich einen Personal Trainer nach Hause oder man sucht sich ein gutes Fitnessstudio mit ausgebildeten Reha-Trainern.
- Man benötigt Platz zum Aufstellen der Kraftstationen. Wichtig dabei ist auch die Deckenhöhe! Denk daran, dass nicht nur das in der Tabelle genannte Aufstellmaß relevant ist. Du brauchst zusätzlichen Platz.
- Bei Befragungen von Mitgliedern von Fitnessstudios wird als Grund für die Mitgliedschaft immer wieder angegeben, dass man soziale Kontakte sucht. Mit einer Kraftstation im Homegym knüpft man keine neuen Kontakte.
- Je nach verwendetem System gibt es Begrenzungen bei Übungsauswahl und der möglichen Belastung. Je nach angestrebtem Ziel, sollte man sich vorher genau ansehen, mit welcher Kraftstation die eigenen Ziele umgesetzt werden können.
Je mehr Übungen eine Kraftstation ermöglicht, desto höher die Motivation.
Je höher eine Kraftstation belastet werden kann, desto länger erlaubt sie Fortschritte.
Wie ist eine Kraftstation aufgebaut?
Hol dir keine Kraftstation im Supermarkt oder Baumarkt. Man kann zwar nicht ausschließen, dass es dort auch mal per Zufall so etwas geben kann, mit dem man Freude hat, aber man muss sich nur vor Ort einmal ansehen, wie die Stationen aufgebaut oder verpackt sind. Klar erledigt den Aufbau unter Umständen der unmotivierte Mitarbeiter, aber man sieht meist auch das grundsätzliche Problem. Eine gute Kraftstation braucht ein stabiles und robustes Gerüst. Die Teile müssen ordentlich und präzise gefertigt sein, um später bei der Übungsausführung keine Missempfindungen zu verursachen. Es mag zwar nicht zwingend gefährlich sein, wenn Seile nicht ordentlich laufen, Umlenkrollen quietschen oder die Station wackelt, nervig ist es auf jeden Fall.
Alle beweglichen Teile müssen leichtgängig sein, qualitativ hochwertige Komponenten (Umlenkrollen mit entsprechenden Kugellagern und Seile) sind ein Muss. Die Polsterung sollte eine entsprechende Dicke aufweisen und der Bezug entsprechend strapazierfähig sein.

Der Widerstand, der sich bei der Übungsausführung unseren Muskeln entgegenstellt, wird über verschiedene Techniken erzeugt.
Das kann ganz klassisch mittels Gewichten erfolgen, mittels eines Gasdruckverfahrens (der Hersteller Hammer nennt dies Total-Nitrocell-Technology – TNT) wobei der Widerstand über zwei mit Stickstoff gefüllte Zylinder erzeugt wird, oder über elastische Widerstandsbänder. Systeme mit Widerstandsbändern haben sich nicht wirklich durchgesetzt. Der Widerstand der Bänder wird im Laufe der Bewegungsausführung immer höher, was meist nicht erwünscht ist, und die Bänder unterliegen einer relativ raschen Materialermüdung und verschleißen damit schnell. Als eigenes Trainingsgerät haben Bänder dagegen ihren Platz, wie der Ratgeber zu Widerstandsbändern fürs Home-Gym zeigt.
Was muss eine gute Kraftstation leisten?
Eine Kraftstation muss ein effektives Training der Hauptmuskelgruppen (Arme und Schultern, Brust, Rücken, Bauch, Gesäß und Beine) ermöglichen. Je mehr Möglichkeiten eine Kraftstation bietet, diese Muskelgruppen zu bearbeiten, desto motivierender ist ein Training.
40 Übungen und mehr hört sich viel an, der Abwechslung halber sollte eine Station das auf jeden Fall bieten.
Wer nachhaltig und langfristig mit einer Kraftstation trainieren möchte, muss progressiv trainieren. Progressiv bedeutet, dass man kontinuierlich den Widerstand einer Übung erhöht, um den Muskel immer wieder zum Wachsen und Anpassen anzuregen. Wer sich hier eine Kraftstation zulegt, die nicht genug Potenzial (Möglichkeit, Gewicht zu erhöhen) bietet, erreicht rasch die Grenzen seines Multigym.
Mit 60 kg lässt sich bereits sehr lange trainieren. Schließlich kann man mittels Anpassung anderer Trainingsparameter wie Anzahl Wiederholungen, Satzpausen etc. den Muskel immer wieder neu herausfordern.
Das Gewicht bzw. der Trainingswiderstand sollte rasch geändert werden können. Das kann mittels Schieberegler oder zum Beispiel mittels Umstecken eines Pins erfolgen. Dabei sollte man darauf achten, dass die Widerstände in kleinen Sprüngen angepasst werden können. Üblich sind hier Stufen von 5kg.
Eine Kraftstation muss an verschiedene Körpergrößen angepasst werden können. Wer mit starren Modulen an einer Kraftstation sein Workout ausführt, der muss schon Glück haben, damit Winkel und Abstände zur eigenen Anatomie passen. Bei der Qualität der Bauteile und den Anpassungsmöglichkeiten an die eigene Körpergröße sollte man niemals Abstriche machen. Wer hier ausschließlich auf billig setzt oder auf Werbeversprechen wie „Mit dieser kleinen Dose können Sie mehr als 1000 Übungen absolvieren und einen muskulösen Körper aufbauen“ herein fällt, hat bei der Recherche etwas falsch gemacht. Frust und Verletzung sind vorprogrammiert.
Wer auf umfangreiche Ausstattung verzichtet und keine Ambitionen hat, hohe Gewichte zu bewegen, kann durchaus auf ein günstiges Modell zurückgreifen.
Wie viel Platz braucht eine Kraftstation?
Bevor es ums Budget geht, kommt die Decke. Latzug und Klimmzugstange sitzen ganz oben, und Hammer verlangt je nach Modell bis zu 15 Zentimeter mehr Raumhöhe, als die Station hoch ist. Miss am geplanten Platz, nicht in der Raummitte: Unterzüge, Lampen und Heizungsrohre sitzen gerne genau dort, wo der Turm stehen soll.
Stellfläche als Tiefe × Breite. Mindest-Deckenhöhe und Platz beim Training nach Herstellerangaben, Hammer und Sportstech über deren Produktseiten, Suprfit über Amazon, Stand Oktober 2026. Die Autark 600 fehlt, weil sie bei Amazon derzeit nicht lieferbar ist.
Für niedrige Keller ist die Autark 3.0 gebaut: Sie ist 1,98 Meter hoch, und Hammer gibt genau diese 1,98 Meter als Mindestdeckenhöhe an. Dafür bekommst du Latzug, seitlichen Kabelzug, ein Push-Pull-Modul für Brustpresse und Rudern sowie Beincurler und Beinstrecker für 2.499 Euro.
- Push- und Pull-Station in einem Modul: Der einfache Wechsel zwischen Brustpresse und Rudern...
- Beincurler/-strecker + optionale Beinpresse: Mit dem Beinstrecker- und Beinbeugermodul...
- Nur 198 cm Aufbauhöhe: Die geringe Aufstellhöhe von nur 198 cm macht die Autark 3.0 ideal...
- Integrierter Latzug: Das Latzugtraining ermöglicht einen effektiven und ausgewogenen...
- Schnelle Gewichtsverstellung: Wechsle zwischen Übungen oder Sätzen, ohne...
Miss die Deckenhöhe genau dort, wo die Station stehen soll, und die freie Fläche davor. Der Check prüft alle neun Stationen aus der Tabelle gegen die Mindestdeckenhöhe und den Platz beim Training, die der Hersteller angibt.
Mindestdeckenhöhe und Platz beim Training stammen von Hammer, Stand Oktober 2026. Für die Sportstech HGX200 und die Suprfit gibt es keine Herstellerangabe zur Deckenhöhe. Der Check rechnet dort mit fünf beziehungsweise vier Zentimetern Luft über der Station und nur mit der Stellfläche.
Was darf eine Kraftstation kosten?
Eine Kraftstation die im Keller verstaubt, ist immer zu teuer, egal, was sie gekostet hat. Wenn die Kraftstation regelmäßig verwendet wird, dann lohnt sie sich. Übrigens sollte man hier nicht nur den reinen Mitgliedsbeitrag im Studio gegenrechnen. Entscheidend sind die Gründe, die zum Entschluss führen, lieber Zuhause mit einer Kraftstation zu trainieren. Auch sollte man eventuelle Fahrzeiten und Fahrtkosten mit ins Kalkül übernehmen, so man denn buchhalterisch vorgeht.
Der Preis richtet sich maßgeblich nach der Ausstattung. Die Stationen in unserer Tabelle kosten zwischen 569 und 3.299 Euro. Der Gesamtmarkt reicht 2026 von Einsteiger-Stationen ab gut 200 Euro bis zu Smart-Kraftstationen für rund 4.000 Euro.
Wer es buchhalterisch angehen will, bekommt die Vergleichszahlen vom Branchenverband DSSV. Laut den Eckdaten der deutschen Fitnesswirtschaft 2026 zahlen Mitglieder im Schnitt 48,55 Euro im Monat, in Ketten 40,54 Euro und in Einzelstudios 59,24 Euro. Die Tabelle zeigt, nach wie vielen Monaten Beitrag eine Station bezahlt ist. Fahrtkosten und Wiederverkaufswert sind nicht eingerechnet, beides spricht zusätzlich für die Station.
Kaufpreis geteilt durch den Monatsbeitrag, aufgerundet. Beiträge laut DSSV-Eckdaten 2026 für das Jahr 2025, Preise Stand Oktober 2026.
Bei einer HGX200 und einem durchschnittlichen Studio ist die Station also nach 23 Monaten bezahlt, bei der Autark 5.0 dauert es gut fünfeinhalb Jahre. Lieber doch ins Studio? Worauf es bei der Wahl ankommt, steht im Ratgeber Fitnessstudio finden.
Kraftstationen Testsieger im Video
Unser Testsieger war über Jahre die Finnlo Autark 6600, eine Station, die kaum Wünsche offen ließ. Sie wird nicht mehr gebaut, ihre Rolle übernimmt die Hammer Autark 5.0 (*). Das Video unten zeigt noch die alte 6600 mit ihren zwei getrennten Gewichtsblöcken. Die 5.0 kommt mit einem 80-Kilo-Block aus, die neue 6600 mit einem 100-Kilo-Block. Der hoch anmutende Preis ist durch Ausstattung und Verarbeitung gerechtfertigt, nur liegt er beim Nachfolger spürbar höher.
Video-Link: https://youtu.be/4nEVzkJ1fvo
Die Kraftstation Sportstech 45 in 1 Premium HGX 200 (*) bietet bei guter Verarbeitung und prima Übungsauswahl ein gutes bis sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und hat sich damit den Titel Preis-Tipp redlich verdient.
Video-Link: https://youtu.be/NBkVcGsxiuo
Warum ein Log im Homegym wichtiger ist als im Studio
Im Studio gibt es Vergleichsgrößen. Du siehst, was andere an derselben Maschine bewegen, und merkst dadurch grob, wo du stehst. Zuhause an der Kraftstation fällt das komplett weg, und genau deshalb schleicht sich hier besonders leicht Stillstand ein. Wer über Monate dieselben Steckgewichte nutzt, merkt es oft erst, wenn nichts mehr passiert. Woran du so einen Stillstand erkennst und wie du wieder herauskommst, steht im Artikel über Trainingsplateaus.
Ein Log löst das, weil es die Steckposition und die Wiederholungen festhält und dir beim nächsten Training sagt, wo du weitermachen musst. Ich nutze dafür mein eigenes Trainingslog.
Fazit Kraftmaschine im Homegym
Eine Kraftmaschine ist kein Muss. Wer allerdings ein Homegym auf kleinem Raum aufbauen möchte, der kann zwischen verschiedenen Varianten wählen und durchaus ambitionierte Ziele anvisieren und umsetzen. Wer langfristig motiviert sein möchte, sollte eine Station wählen, die zu den eigenen Zielen passt, eine passende Ausstattung bietet und hochwertig verarbeitet ist. Unser Preis-Tipp, die Sportstech 45 in 1 Premium HGX 200 (*) ist für Einsteiger und Fortgeschrittene geeignet. Der Rolls-Royce unter den Kraftstationen, die Hammer Autark 5.0 (*), lässt selbst Fortgeschrittene nie im Stich. Mit dieser Station kann man in den eigenen vier Wänden auf dem Niveau eines guten Studios trainieren. Bevor du bestellst, prüf mit dem Raum-Check, ob sie unter deine Decke passt.
Der Fitness Guru wünscht euch ganz viel Spaß beim Erreichen eurer Fitness-Ziele!
Fünf Fragen, alle Antworten stehen im Artikel.
Häufige Fragen zu Kraftstationen
Welche Kraftstation ist Testsieger?
Unser Testsieger, die Finnlo Autark 6600, wird nicht mehr gebaut. Ihre Rolle übernimmt die Hammer Autark 5.0 für 3.299 Euro. Sie hat einen 80-Kilo-Block, der sich mit den mitgelieferten Zusatzscheiben auf 102,5 Kilogramm Widerstand bringen lässt, dazu 190 Grad schwenkbare Arme, Latzug, Brustpresse, Rudern und Beincurler. Preis-Tipp ist die Sportstech HGX200 für 1.099 Euro mit bis zu 70 Kilogramm, Beinpresse und Stepper.
Hat Stiftung Warentest Kraftstationen getestet?
Auf test.de findest du bis Oktober 2026 keinen Test von Kraftstationen. Stiftung Warentest hat Rudergeräte, Ergometer, Laufbänder und Crosstrainer geprüft. Seiten, die einen Kraftstationen-Testsieger der Stiftung Warentest nennen, sind in der Regel Vergleichsportale.
Gibt es die Finnlo Autark 6600 noch?
Die Finnlo Autark 6600 aus unserem ersten Test mit zwei getrennten Gewichtsblöcken wird nicht mehr gebaut. Unter dem Namen Autark 6600 verkauft Hammer heute einen Studio-Trainingsturm mit 100-Kilo-Block, Doppel-Kabelzug sowie Bauch- und Rückenmodul für 2.699 Euro. Er ist 2,23 Meter hoch und braucht beim Training 2,30 × 3,63 Meter Platz.
Wie viel Platz braucht eine Kraftstation?
Die neun Stationen in unserer Tabelle sind 1,98 bis 2,23 Meter hoch. Hammer nennt Mindestdeckenhöhen von 1,98 Meter für die Autark 3.0 bis 2,25 Meter für die Autark 6600, 6800 und 8.0. Die Stellfläche reicht von 1,10 × 1,49 Metern bei der Autark 8.0 bis rund fünf Quadratmetern bei den Studio-Türmen 6600 und 6800. Beim Training kommt Platz für Arme und Beine dazu.
Baut man an der Kraftstation genauso Muskeln auf wie mit freien Gewichten?
Beim Muskelzuwachs ja. Die Meta-Analyse von Haugen und Kollegen (2023) hat 13 Studien mit 1.016 Teilnehmern ausgewertet. In den fünf Studien, die den Muskelzuwachs gemessen haben, fand sie keinen Unterschied zwischen Maschinen und freien Gewichten. Wer mit freien Gewichten trainiert, wird allerdings vor allem bei Übungen mit freien Gewichten stärker. Kraft ist also ein Stück weit an die Übung gebunden.
Ab wann lohnt sich eine Kraftstation gegenüber dem Fitnessstudio?
Bei einem durchschnittlichen Beitrag von 48,55 Euro im Monat ist eine Sportstech HGX200 für 1.099 Euro nach 23 Monaten bezahlt, eine Hammer Ultra für 569 Euro nach 12 Monaten. Die Autark 5.0 für 3.299 Euro braucht 68 Monate. Fahrtkosten und Wiederverkauf sind dabei nicht eingerechnet, beides verkürzt die Rechnung zugunsten der Station.
Wie oft sollte ich an der Kraftstation trainieren?
Die WHO empfiehlt Erwachsenen Kraftübungen an mindestens zwei Tagen pro Woche, die alle großen Muskelgruppen beanspruchen. An einer Station mit Latzug, Brustpresse und Beinmodul schaffst du das mit einem Ganzkörperplan und zwei bis drei Einheiten pro Woche.
Letzte Aktualisierung der Preisangaben am 30.10.2026 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API


Hallo Patric, super Artikel!
Ich überlege schon lange, ob ich mir so eine Station holen soll. Ich habe auch deinen Artikel Die besten Fitnessgeräte für zuhause gelesen. Was ist besser für mich oder was ist allgemein besser? Ich habe einen Hobbyraum und Platz wäre vorhanden. Ich kenne mich auch mit Übungen schon ganz gut aus. War mal 1 Jahr im Studio.
Hi Flo!
Freut mich, dass ich Dir bei der Entscheidungsfindung helfen kann. Du hast mir zwei wichtige Informationen gegeben. Platz hast Du anscheinend ausreichend und Du hast auf jeden Fall bereits Trainingserfahrung.
Wenn man ausreichend Platz hat und ausreichend finanzielle Mittel, dann würde ich persönlich sogar eine Kombination aus Kraftstation und zusätzlichen Geräten wählen. Man hat damit noch mehr Auswahl und Möglichkeiten, was letztlich die Motivation hoch hält. Die Kraftstation bildet das Zentrum. Dazu kannst Du Dir zum Beispiel eine Klimmzugstange holen, vielleicht ein Kurzhantelset und einen Crosstrainer oder ähnliches. Im Artikel Die besten Fitnessgeräte für Zuhause findest Du zahlreiche Anregungen.
Ist der Platz sehr begrenzt, kann ich Dir klar die Kraftstation empfehlen. Auch wenn Du bisher nicht viel mit freien Gewichten gearbeitet hast, ist eine Kraftmaschine wahrscheinlich die bessere Wahl. Die Bewegungen sind geführt und Fehler werden weitgehend ausgeschlossen.
Hast Du viel mit freien Gewichten trainiert, bau Dir mit den Empfehlungen im Artikel Die besten Fitnessgeräte für Zuhause ein Homegym nach und nach auf.
Ich wünsche Dir auf jeden Fall ganz viel Erfolg und Spaß mit Deiner Kraftstation und oder Deinem Homegym!