Schritte-Rechner: 7.000 Schritte in km, kcal & Minuten

44 Zentimeter. So lang ist ein Schritt bei 1,75 m Körpergröße, wenn du mit 2 km/h auf dem Walking Pad am Schreibtisch gehst. Beim zügigen Spaziergang mit 5 km/h sind es 74 Zentimeter. Die gängigen Schritte-Rechner im Netz rechnen trotzdem mit einer festen Schrittlänge, meist 0,415 mal der Körpergröße.
Auf dem Walking Pad liegen sie damit kräftig daneben. Aus 7.000 Schritten am Schreibtisch macht die Faustregel gut 5 km, nach Laufband-Messdaten sind es eher 3,1 km. Und fast alle zeigen nur Brutto-Kalorien, in denen dein Ruheumsatz steckt.
Kurz und knapp: Wie viele Kilometer, Minuten und Kalorien sind 7.000 Schritte?
7.000 Schritte sind bei 1,75 m Körpergröße und 4 km/h rund 4,55 km und 68 Minuten Gehen. Bei 80 kg kostet das etwa 317 kcal brutto und 222 kcal netto, also zusätzlich zum Ruheumsatz. Die Formeln: Schrittlänge = Größe × (0,1147 + 0,07415 × v − 0,00251 × v²) mit Tempo v in km/h, Zeit = Strecke ÷ Tempo, kcal = MET × 3,5 × kg ÷ 200 × Minuten (3,3 MET bei 4 km/h). Am Schreibtisch mit 2 km/h werden aus 7.000 Schritten nur 3,1 km in 93 Minuten.
Hier bekommst du einen Schritte-Rechner, der das Tempo ernst nimmt, mit Walking Pad, Steigung und drei getrennten Kalorienwerten. Dazu Tabellen zum Nachschlagen, die Lancet-Auswertung zu 7.000 Schritten, die Herkunft der 10.000 und eine nüchterne Abnehm-Rechnung. Keine Wunderzahlen, keine geschönten Kalorien.
Der Schritte-Rechner: Strecke, Zeit und Kalorien für deinen Fall
Wähl zuerst, was du eingibst: Schritte, Minuten oder Kilometer. Der Rechner nennt die beiden anderen Größen, deine Schrittlänge, deine Kadenz (Schritte pro Minute) und drei Kalorienwerte. Dazu zeigt er, wo deine Schrittzahl auf der Kurve der Lancet-Auswertung liegt und ob die Minuten für die WHO-Empfehlung zählen. Der zweite Modus rechnet ein Abnehm-Ziel in Schritte pro Tag um.
Mit einer Schrittlänge, die zu deinem Tempo passt. Für draußen, das Laufband und das Walking Pad, auf Wunsch mit Steigung.
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So rechnet der Rechner: Schrittlänge = Größe × (0,1147 + 0,07415 × v − 0,00251 × v²) mit dem Tempo v in km/h, angepasst an die Laufband-Messwerte der CADENCE-Adults-Studien von Tudor-Locke und Kollegen, gültig von 1,6 bis 6,4 km/h. MET in der Ebene = (9,704 − 1,671 × v + 0,5378 × v²) ÷ 3,5 aus denselben Messungen, mit Steigung zählt der höhere Wert aus dieser Kurve und der ACSM-Gehgleichung. kcal brutto = MET × 3,5 × kg ÷ 200 × Minuten, netto mit (MET − 1), mehr als Sitzen mit (MET − 1,3). Abnehmen: 7.700 kcal pro kg, davon 28 % Ausgleich durch den Körper (Careau und Kollegen 2021). Der Rechner rechnet nur in deinem Browser, nichts wird gespeichert oder übertragen.
Auf dem Walking Pad gibst du besser Minuten ein als Schritte. Die Zeit auf dem Display stimmt, die Schrittzahl einer Uhr am Handgelenk bei langsamem Tempo oft nicht.
So rechnet der Rechner: Warum das Tempo die Schrittlänge ändert
Die meisten Rechner nehmen die Körpergröße mal 0,415 bei Männern und mal 0,413 bei Frauen. Diese Faustregel passt aber nur zu einem einzigen Tempo. In den Laufband-Messungen der CADENCE-Adults-Studien von Tudor-Locke und Kollegen entsprach sie fast genau dem Gehen mit 4,8 km/h. Dort wurden die Schritte von Erwachsenen bei 1,6 bis 6,4 km/h direkt gezählt. Bei 3 km/h waren sie etwa ein Viertel kürzer als nach der Faustregel, bei 6 km/h gut 10 Prozent länger.
Der Rechner nutzt deshalb einen Faktor, der mit dem Tempo wächst: Schrittlänge = Größe × (0,1147 + 0,07415 × v − 0,00251 × v²), v in km/h. Bei 1,75 m ergibt das 44 cm bei 2 km/h, 65 cm bei 4 km/h und 82 cm bei 6 km/h. Die Daten stammen vom Laufband und passen damit gut zum Walking Pad. Draußen dürften deine Schritte etwas länger sein (Vickery-Howe 2023).
Für die Kalorien zählt die Intensität in MET, dem metabolischen Äquivalent. 1 MET entspricht deinem Verbrauch in Ruhe. Auch dafür nimmt der Rechner eine glatte Kurve aus den Messungen statt der Stufen des Compendium of Physical Activities, die an Tempogrenzen springen, etwa von 3,8 auf 4,8 MET zwischen 5,5 und 5,6 km/h. Die Kalorien kommen aus derselben Formel wie in unserem Rechner Kalorien in Sport umrechnen: MET × 3,5 × Körpergewicht ÷ 200 ergibt die Kilokalorien pro Minute.
7.000 Schritte in km: Tabelle nach Körpergröße
Die Tabelle gilt für normales Gehen mit 4 km/h. Wer größer ist, macht längere Schritte und kommt mit derselben Schrittzahl weiter.
| Körpergröße | Schrittlänge | Schritte pro km | 7.000 Schritte | 10.000 Schritte |
|---|---|---|---|---|
| 155 cm | 58 cm | 1.740 | 4,03 km | 5,75 km |
| 160 cm | 59 cm | 1.680 | 4,16 km | 5,94 km |
| 165 cm | 61 cm | 1.630 | 4,29 km | 6,12 km |
| 170 cm | 63 cm | 1.580 | 4,42 km | 6,31 km |
| 175 cm | 65 cm | 1.540 | 4,55 km | 6,49 km |
| 180 cm | 67 cm | 1.500 | 4,68 km | 6,68 km |
| 185 cm | 69 cm | 1.460 | 4,81 km | 6,87 km |
| 190 cm | 71 cm | 1.420 | 4,94 km | 7,05 km |
| 195 cm | 72 cm | 1.380 | 5,07 km | 7,24 km |
Noch stärker als die Größe zählt das Tempo. Bei 1,75 m ist ein Kilometer am Schreibtisch mit 2 km/h 2.260 Schritte lang, zügig mit 5 km/h nur 1.350. Für 5 km bei 4 km/h sind es rund 7.700 Schritte.
Wie lange dauern 7.000 Schritte?
Bei 4 km/h gehst du mit 1,75 m für 7.000 Schritte rund 68 Minuten, also gut eine Stunde. Langsamer heißt zweierlei: kürzere Schritte und weniger Schritte pro Minute. Am Walking Pad mit 2 km/h brauchst du für dieselbe Zahl gut anderthalb Stunden.
| Tempo | 5.000 Schritte | 7.000 Schritte | 10.000 Schritte | Schritte pro Stunde |
|---|---|---|---|---|
| 2,0 km/h | 66 min | 93 min | 133 min | 4.520 |
| 2,5 km/h | 60 min | 84 min | 119 min | 5.020 |
| 3,0 km/h | 55 min | 77 min | 110 min | 5.450 |
| 3,5 km/h | 52 min | 72 min | 103 min | 5.820 |
| 4,0 km/h | 49 min | 68 min | 97 min | 6.160 |
| 5,0 km/h | 44 min | 62 min | 89 min | 6.760 |
| 6,0 km/h | 41 min | 57 min | 82 min | 7.310 |
Die Werte gelten für 1,75 m. Bist du kleiner, machst du bei gleichem Tempo mehr Schritte pro Minute und hast deine Zahl früher zusammen. Bist du größer, dauert es etwas länger.
Wie viele Kalorien verbrennen 7.000 Schritte?
Auf diese Frage gibt es drei richtige Antworten. Die meisten Rechner geben nur die größte.
Brutto ist alles, was dein Körper beim Gehen verbraucht, den Ruheumsatz eingeschlossen. Netto zieht ihn ab und zeigt, was das Gehen zusätzlich kostet. Der dritte Wert vergleicht mit Sitzen am Computer, das im Compendium mit 1,3 MET geführt wird.
Bei 2 km/h kosten 7.000 Schritte brutto genauso viel wie bei 4 km/h, 317 kcal. Du brauchst länger, und der Ruheumsatz läuft die ganze Zeit mit. Netto liegt das langsame Tempo mit 186 kcal klar hinter den 222 kcal bei 4 km/h. Genau deshalb ist brutto fürs Abnehmen die falsche Zahl.
Wie stark das Körpergewicht mitspielt, zeigt die Tabelle für 1,75 m und 4 km/h. Vorne steht netto, in Klammern brutto.
| Gewicht | 5.000 Schritte, kcal | 7.000 Schritte, kcal | 10.000 Schritte, kcal |
|---|---|---|---|
| 60 kg | 119 (170) | 166 (238) | 237 (340) |
| 70 kg | 139 (198) | 194 (277) | 277 (396) |
| 80 kg | 158 (227) | 222 (317) | 317 (453) |
| 90 kg | 178 (255) | 249 (357) | 356 (510) |
| 100 kg | 198 (283) | 277 (396) | 396 (566) |
| 110 kg | 218 (311) | 305 (436) | 435 (623) |
Rechne bei allen Werten mit grob ±20 Prozent. Auch die Autoren des Compendium sehen ihre Zahlen nur als Ausgangspunkt.
Schritte richtig zählen: Handy, Uhr und Walking Pad
Jede Rechnung ist nur so gut wie die Schrittzahl, die du hineinsteckst. In der Geräteprüfung von Mora-Gonzalez und Kollegen mit 21 Geräten lagen die Zähler bei 0,8 bis 3,2 km/h im Mittel um 40 Prozent daneben, bei normalem Tempo um 7 Prozent. Am genauesten zählten dort Geräte an Knöchel und Oberschenkel, am Handgelenk war der Fehler mit 15 Prozent am größten.
Am Schreibtisch kommt dazu, dass dein Arm beim Tippen nicht mitschwingt. Die einfachste Lösung kostet nichts: Steck Uhr oder Handy in die Hosentasche, solange du auf dem Pad bist. Zählen mehrere Geräte, leg eine Hauptquelle fest. In Apple Health entscheidet die Reihenfolge der Datenquellen, welches Gerät gilt, die Quelle ganz oben hat Vorrang. Schreibt zusätzlich die App des Pads Schritte hinein, können sie trotzdem doppelt im Tagesziel landen.
Deine echte Schrittlänge misst du in zwei Minuten: zehn normale Schritte gehen, die Strecke messen, durch zehn teilen. Auf dem Pad teilst du die angezeigte Strecke durch die Schritte, die das Handy in der Tasche gezählt hat.
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Wer zusätzlich den Puls sehen will, nimmt eher den Fitbit Inspire 3 (*). Er misst Puls und Schlaf und hält laut Hersteller bis zu zehn Tage mit einer Akkuladung. Am Schreibtisch zählen aber auch diese beiden am Handgelenk eher zu wenig.

Was bringen 7.000 Schritte am Tag?
Die kurze Antwort: eine Menge, vor allem wenn du von wenig kommst. Die bislang größte Auswertung dazu erschien 2025 in Lancet Public Health. Ding und Kollegen haben 57 Studien mit gemessenen Schritten ausgewertet, 31 davon flossen in die Metaanalysen ein. Gegenüber 2.000 Schritten am Tag gingen 7.000 Schritte mit deutlich niedrigeren Risiken einher.
Bei Gesamtsterblichkeit, Herz-Kreislauf-Neuerkrankungen, Demenz und Stürzen flacht die Kurve zwischen etwa 5.000 und 7.000 Schritten ab. Bei Typ-2-Diabetes, depressiven Symptomen und Krebssterblichkeit verläuft sie gerade weiter, dort bringen mehr Schritte also weiter etwas. Die Autoren halten 10.000 Schritte für Aktive weiter für ein gutes Ziel, 7.000 aber für das realistischere Ziel für viele. In einer früheren Auswertung von 15 Kohorten lag das Plateau ab 60 Jahren bei 6.000 bis 8.000 Schritten, bei Jüngeren bei 8.000 bis 10.000 (Paluch 2022).
Lass uns ehrlich sein: Das sind Beobachtungsdaten. Sie zeigen, dass Menschen mit mehr Schritten seltener krank werden und länger leben, nicht, dass die Schritte allein das bewirken. Wer krank ist, geht weniger. Der Zusammenhang taucht aber in Studie um Studie auf, gemessen mit Schrittzählern statt erfragt. Ob das Tempo zusätzlich zählt, ist offen. Der deutsche Durchschnitt lag in Smartphone-Daten bei rund 5.200 Schritten am Tag (Althoff 2017).
Woher kommen die 10.000 Schritte?
Klingt nach einer Empfehlung aus der Sportmedizin? Ist es nicht. Die wahrscheinlichste Herkunft ist ein Schrittzähler, der 1965 in Japan unter dem Namen „Manpo-kei“ verkauft wurde, frei übersetzt „10.000-Schritte-Messer“. So beschreiben es Lee und Kollegen in ihrer Studie mit 16.741 älteren Frauen, die selbst dazuschreiben, dass die Herkunft nicht ganz klar ist. Tudor-Locke und Bassett führten die Zahl schon 2004 auf japanische Wanderclubs und einen Werbeslogan zurück. In der Studie von Lee sank die Sterblichkeit der Frauen übrigens nur bis etwa 7.500 Schritte und blieb dann flach.
Schlecht ist die Zahl deshalb nicht. Sie ist leicht zu merken und für viele ein guter Antrieb. Tudor-Locke und Bassett schlugen damals diese Einteilung vor: unter 5.000 Schritten sitzend, 5.000 bis 7.499 wenig aktiv, 7.500 bis 9.999 etwas aktiv, ab 10.000 aktiv und über 12.500 sehr aktiv. Mit dem Wissen von heute ist die 7.000 das vernünftigere erste Ziel und die 10.000 die Kür.
Abnehmen mit Schritten: die ehrliche Rechnung
Jetzt wird es unbequem. Bei 1,75 m, 80 kg und 4 km/h kosten 1.000 Schritte netto rund 32 kcal. Laut einer Auswertung von Careau und Kollegen mit 1.754 Erwachsenen gleicht der Körper im Mittel rund 28 Prozent der zusätzlich verbrannten Kalorien über einen etwas niedrigeren Grundumsatz wieder aus. Übrig bleiben knapp 23 kcal pro 1.000 Schritte.
Nimm an, du gehst ab heute jeden Tag 3.000 Schritte mehr und änderst am Essen nichts. Nach zwölf Wochen sind das bei 4 km/h knapp 8.000 kcal netto. Mit der Faustregel von 7.700 kcal pro Kilogramm und dem Ausgleich des Körpers bleiben davon etwa 0,75 kg. Je nach Tempo und Gewicht landest du bei 0,5 bis 1 kg, nicht bei drei bis fünf. In einer Metaanalyse von Richardson und Kollegen verloren Teilnehmende von Schrittzähler-Programmen ohne Diät im Mittel 1,27 kg, etwa 0,05 kg pro Woche.
Im Modus „Schritte zum Abnehmen“ rechnest du deinen eigenen Fall nach. Für 2 kg in acht Wochen bräuchtest du bei 4 km/h gut 12.000 zusätzliche Schritte am Tag, fast zwei Stunden Gehen. In Studien mit Schrittzählern kamen Teilnehmende im Schnitt auf rund 2.500 Schritte mehr am Tag als die Vergleichsgruppen (Bravata 2007). Das wären in acht Wochen gut 0,4 kg.
Wertlos ist Gehen deshalb nicht. In Gehstudien sank der obere Blutdruckwert um rund 3,6 mmHg (Murtagh 2015), und in Ernährungsprogrammen hielten Menschen mit mehr Schritten ihr Gewicht besser (Saadeddine 2026). Das Defizit entsteht aber auf dem Teller. Wie viel pro Woche drin ist, steht im Ratgeber zum realistischen Abnehm-Ziel. Deinen Bedarf rechnest du mit dem Leistungsumsatz-Rechner aus, die Praxis am Pad zeigt Abnehmen mit dem Walking Pad.
Schau beim Abnehmen nicht auf die Kalorien, die deine Uhr nach dem Spaziergang meldet. Schau auf die Schritte der ganzen Woche und auf deinen Teller. Die Schritte halten dein Gewicht und tun deinem Kreislauf gut, das Defizit machst du beim Essen. Wer beides vermischt, isst sich die Uhr-Kalorien zurück und wundert sich über die Waage.

Walking Pad am Schreibtisch: Was die Schritte dort bringen
Ich selbst gehe im Homeoffice auf einem Sportstech sWalk Lite Plus (*) am Steh-Schreibtisch, mein Ziel sind mindestens 6.000 Schritte am Tag.
Auf die Idee kam ich, als ich erschrocken festgestellt habe, dass ich an Homeoffice-Tagen teilweise nur auf rund 2.500 Schritte kam. Nach den Studien oben ist das klar zu wenig. Fehlen mir abends noch Schritte, gehe ich inzwischen eine kleine Runde auf dem Pad, meist mit 5 km/h. Meine Uhr zählt dabei im Grunde alle Schritte mit, solange ich die Arme nicht auf dem Tisch ablege, um am Laptop zu arbeiten.
Am Schreibtisch gehen die meisten mit 1,5 bis 3 km/h. Das ist leichte Bewegung, aber ein messbarer Unterschied zum Sitzen. In Laborstudien kostete Gehen am Laufbandschreibtisch rund 105 kcal pro Stunde mehr, so die Metaanalyse von Oye-Somefun und Kollegen. Der Rechner kommt bei 2 km/h und 80 kg auf 95 kcal und liegt damit eher vorsichtig. Eine Stunde mit 2 km/h bringt dir bei 1,75 m etwa 4.500 Schritte, mit 3 km/h knapp 5.500.
Im Alltag zählt, wie lange du wirklich gehst. In einer schwedischen Studie über 13 Monate gingen Büroangestellte mit Übergewicht und Laufbandschreibtisch am Ende nur 22 Minuten pro Werktag mehr als die Vergleichsgruppe (Bergman 2018). Tippen und Mausarbeit wurden im Gehen 6 bis 11 Prozent langsamer, Aufmerksamkeit und Leseverständnis blieben gleich (John 2009). Mails und Telefonate passen also besser aufs Pad als lange Tabellen.
Die Stiftung Warentest hat in test 1/2026 auch Walking-Laufbänder geprüft. Keines kam über „befriedigend“ hinaus, auch weil Handlauf und Not-Stopp bauartbedingt fehlen, und am Steh-Schreibtisch kann das Gerät zur Stolperfalle werden. Welche Modelle sich trotzdem lohnen, steht im Walking Pad Test, wie hoch dein Tisch sein muss, im Artikel Walking Pad am Schreibtisch.
Suchst du ein flaches Einsteigergerät, schau dir das Sportstech sWalk Lite (*) an, die Schwester meines Pads ohne Lauf-Modus. Es ist 10,9 cm flach, läuft von 1 bis 6 km/h, hat eine manuelle Steigung von 6 Prozent und eine Lauffläche von 100 × 40 cm. Dafür zahlst du rund 190 Euro (Stand Oktober 2026).
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Steigung: Was 5 oder 12 Prozent ändern
Steigung ist der stärkste Hebel, den ein Walking Pad hat. Bergauf rechnet der Rechner mit der Gehgleichung des American College of Sports Medicine (ACSM), die den Sauerstoffverbrauch aus Tempo und Steigung schätzt. Weil sie die Ebene unterschätzt, zählt der höhere Wert aus ihr und der Gehkurve. Bei 80 kg kosten 30 Minuten mit 3 km/h in der Ebene rund 114 kcal, mit 5 Prozent Steigung 156 kcal und mit 10 Prozent 210 kcal. Mit 5 Prozent bist du bei gemütlichen 3 km/h also etwa so weit wie mit 4,5 km/h in der Ebene.
Zum Trend 12-3-30, also 12 Prozent Steigung, 3 Meilen pro Stunde (4,8 km/h) und 30 Minuten, gibt es eine kleine Laborstudie von Wong und Kollegen. Bei 14 jungen, regelmäßig aktiven Erwachsenen mit im Mittel 75 kg kostete die Einheit rund 308 kcal. Der Rechner kommt mit denselben Eckdaten auf 327 kcal, liegt also gut 6 Prozent darüber. Mehr Fettverbrennung während der Einheit heißt übrigens nicht mehr Fettverlust über Wochen.
Langsam bergauf statt schnell in der Ebene kostet ähnlich viel Energie und entlastet das Knie. Bei Erwachsenen mit Adipositas sanken zwei wichtige Belastungswerte im Kniegelenk um 19 und 26 Prozent (Ehlen 2011). Wade und Achillessehne arbeiten bergauf dafür mehr, also erhöhe die Steigung langsam über ein paar Wochen. Welche Pads überhaupt 12 Prozent schaffen, steht im Artikel Walking Pad mit Steigung.

Typische Fehler beim Schritte-Umrechnen
- Mit einer festen Schrittlänge rechnen. Bei 2 km/h macht die Faustregel aus 3,1 km gut 5 km und überschätzt die Strecke um fast zwei Drittel.
- Die Brutto-Kalorien der Uhr zurückessen. In der Zahl nach dem Spaziergang steckt dein Ruheumsatz, den du ohnehin verbraucht hättest.
- Der Uhr am Schreibtisch blind glauben. Am Handgelenk und bei langsamem Tempo zählt sie oft deutlich zu wenig.
- Schritte doppelt zählen. Schreiben Pad-App, Uhr und Handy in dieselbe Gesundheits-App, leg eine Hauptquelle fest.
- Die 10.000 als Pflicht sehen. Wer von 3.000 auf 7.000 Schritte kommt, hat nach der Lancet-Auswertung den steilsten Teil der Kurve schon hinter sich.
- Abnehmen nur über Schritte planen. Ohne kleines Defizit beim Essen bringen auch 3.000 Schritte mehr in zwölf Wochen meist nur 0,5 bis 1 kg.
Fünf Fragen zu Schrittlänge, Kalorien und der 10.000er-Legende.
Häufig gestellte Fragen zum Schritte-Rechner
Wie viele Kilometer sind 7.000 Schritte?
Bei 1,75 m Körpergröße und normalem Tempo von 4 km/h sind 7.000 Schritte rund 4,5 km, zügig mit 5 km/h etwa 5,2 km. Auf dem Walking Pad am Schreibtisch mit 2 km/h sind es nur gut 3 km, weil die Schritte bei langsamem Tempo deutlich kürzer sind.
Wie lange dauern 7.000 Schritte?
Bei 4 km/h gehst du für 7.000 Schritte rund 68 Minuten, bei 5 km/h etwa eine Stunde. Am Schreibtisch mit 2 km/h brauchst du gut anderthalb Stunden. Die Werte gelten für 1,75 m Körpergröße.
Wie viele Kalorien verbrennen 10.000 Schritte?
Bei 80 kg, 1,75 m und 4 km/h kosten 10.000 Schritte rund 453 kcal brutto und 317 kcal netto, also zusätzlich zum Ruheumsatz. Mit 60 kg sind es netto rund 240 kcal, mit 100 kg rund 400 kcal.
Wie viele Schritte sind 1 km?
Bei 1,75 m und 4 km/h brauchst du für einen Kilometer rund 1.540 Schritte, zügig mit 5 km/h etwa 1.350. Am Walking Pad mit 2 km/h sind es rund 2.260 Schritte.
Reichen 7.000 Schritte am Tag?
Für die meisten ja, als realistisches Ziel. In der Lancet-Auswertung von 2025 gingen 7.000 statt 2.000 Schritte mit 47 Prozent niedrigerer Sterblichkeit einher, bei vielen Endpunkten flacht die Kurve zwischen 5.000 und 7.000 ab. Unter 60 Jahren lag das Plateau in einer früheren Auswertung eher bei 8.000 bis 10.000. Beides sind Beobachtungsdaten, kein Beweis.
Wie viele Schritte braucht es, um 1 kg abzunehmen?
Rechnerisch rund 340.000 zusätzliche Schritte bei 1,75 m, 80 kg und 4 km/h, wenn das Essen gleich bleibt: 7.700 kcal pro Kilogramm geteilt durch knapp 23 kcal pro 1.000 Schritte nach dem Ausgleich des Körpers. Auf zwölf Wochen verteilt sind das rund 4.000 Schritte mehr am Tag.
Fazit
7.000 Schritte sind bei 1,75 m gut 4,5 km und rund eine Stunde Gehen, auf dem Walking Pad am Schreibtisch eher 3 km in anderthalb Stunden. Der Unterschied steckt in der Schrittlänge, und die hängt am Tempo. Für deine Gesundheit ist die 7.000 eine gut belegte Marke. Beim Abnehmen sind Schritte ein kleiner, aber echter Beitrag.
Schritte sind kein Abnehmprogramm und keine Pflichtzahl, sondern die einfachste Bewegung, die du jeden Tag sammeln kannst. Zähl mit dem Handy in der Tasche und rechne mit dem Netto-Wert. Und such dir ein Tempo, das du über Monate durchhältst. Fang heute an, nicht morgen.
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