Eiweißshake selber machen: 6 Rezepte ohne Pulver
Proteinpulver ist im Jahr 2026 zu einem Luxusartikel geworden. Die Preise für Molkenpulver sind auf ein Rekordhoch geklettert, Whey-Konzentrat hat sich innerhalb von zehn Monaten um über 40 Prozent verteuert, und in manchen Supermärkten stehen die Regale mit Proteinprodukten schlicht leer. Der Grund ist eine Mischung aus Protein-Boom in der Lebensmittelindustrie, begrenzter Molkeverfügbarkeit und Hitzesommern, die den Kühen Milchleistung kosten.
Für dich heißt das: Der Shake, der dich vor zwei Jahren 1,20 Euro gekostet hat, kostet heute deutlich mehr. Und genau deshalb lohnt sich ein zweiter Blick auf die Variante, die es schon immer gab — den Shake aus dem Kühlschrank.
Der ist nämlich nicht nur günstiger. Er sättigt besser, bringt Mikronährstoffe mit und schmeckt, ehrlich gesagt, auch besser als das dritte Vanille-Pulver in Folge. Dieser Artikel zeigt dir, wie du ihn baust: mit der Rechnung dahinter, sechs erprobten Rezepten samt Nährwerten und einem Baukasten, mit dem du dir eigene zusammenstellst.

Drei fruchtige Protein-Shakes, alle in unter fünf Minuten gemixt
Warum selbst machen? Die ehrliche Rechnung
Fangen wir mit dem an, was zählt: Was kostet dich ein Gramm Protein?
| Quelle | Protein je 100 g | Preis je 100 g Protein |
|---|---|---|
| Magerquark | ca. 13 g | rund 1,70 € |
| Skyr | ca. 11 g | rund 3,00 € |
| Milch 1,5 % | 3,4 g | rund 3,20 € |
| Whey-Pulver (80 %) | ca. 80 g | rund 5,20 € |
Magerquark liefert Protein rund dreimal günstiger als Whey-Pulver — und der Abstand wächst gerade, weil Quarkpreise stabil sind und Whey-Preise nicht.
Trotzdem wäre es unehrlich zu behaupten, du sparst mit jedem Shake ein Vermögen. Rechne einen fertigen Shake durch: 150 g Magerquark, 250 ml Milch, eine Banane und eine Handvoll Tiefkühlbeeren kosten dich zusammen etwa 1,20 Euro und liefern rund 30 g Protein. Ein Whey-Shake mit 30 g Pulver in Milch liegt bei etwa 1,50 Euro für 24 bis 25 g Protein. Der Unterschied ist da, aber er allein würde den Aufwand nicht rechtfertigen.
Der eigentliche Vorteil liegt woanders: Der selbstgemachte Shake ist eine Mahlzeit, der Pulver-Shake ist eine Ergänzung. Quark sättigt über Stunden, weil Casein langsam verdaut wird. Obst bringt Ballaststoffe, Kalium und Vitamine. Milch liefert Kalzium. Ein Whey-Shake ist nach 45 Minuten durch und lässt dich hungrig zurück.
Wie viel Protein du wirklich brauchst
Bevor wir mixen, die Frage, um die es eigentlich geht. Die belastbarste Antwort liefert eine Meta-Analyse von Morton und Kollegen aus dem Jahr 2018, die 49 Studien mit 1.863 Teilnehmern zusammengefasst hat. Ihr Ergebnis: Der Nutzen zusätzlichen Proteins für Muskelaufbau flacht bei etwa 1,6 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht und Tag ab. Das obere Ende des Vertrauensbereichs liegt bei 2,2 g/kg — mehr bringt in den Daten nichts.
Für dich bedeutet das konkret:
- 70 kg Körpergewicht: rund 112 g Protein am Tag
- 85 kg Körpergewicht: rund 136 g Protein am Tag
- 100 kg Körpergewicht: rund 160 g Protein am Tag
Wer im Kaloriendefizit trainiert, fährt am oberen Ende besser, weil Protein dort die Muskulatur schützt und satt hält.
Die Bausteine: was wie viel Protein liefert
Wenn du weißt, was deine Zutaten mitbringen, kannst du dir jeden Shake selbst zusammenstellen. Die wichtigsten Kandidaten:
| Zutat | Menge | Protein | Kalorien | Rolle im Shake |
|---|---|---|---|---|
| Magerquark | 150 g | 18,5 g | 105 | Proteinbasis, macht cremig und satt |
| Skyr | 150 g | 16,5 g | 96 | Proteinbasis, milder als Quark |
| Milch 1,5 % | 250 ml | 8,5 g | 118 | Flüssigkeit mit Protein-Bonus |
| Whey-Pulver | 10 g | 8 g | 41 | Feintuning, wenn Protein fehlt |
| Haferflocken | 30 g | 4,1 g | 113 | Sättigung, langsame Kohlenhydrate |
| Erdnussmus | 20 g | 5,0 g | 120 | Geschmack, gesunde Fette |
| Banane | 125 g | 1,5 g | 116 | Süße, Kalium, Bindung |
| Beeren (TK) | 70 g | 0,7 g | 22 | Geschmack, kühlt, kaum Kalorien |
| Kakao, stark entölt | 10 g | 2,0 g | 35 | Schokogeschmack ohne Zucker |
Die entscheidende Erkenntnis aus dieser Tabelle: Quark plus Milch bringen dich schon auf 27 Gramm Protein. Alles Weitere ist Geschmack. Wenn du auf 30 bis 35 Gramm willst, reichen 10 Gramm Whey oder ein Löffel Erdnussmus.
Warum ausgerechnet Magerquark die Basis ist, hat einen zweiten Grund neben dem Preis: Sein Protein besteht zu rund 80 Prozent aus Casein. Casein gerinnt im Magen zu einem festen Gel und wird über Stunden verdaut — deshalb hält ein Quark-Shake so lange satt. Whey ist das Gegenteil: schnell verfügbar, aber nach einer knappen Stunde durch. Mehr dazu, warum Quark im Kraftsport so einen guten Ruf hat, steht in unserem Artikel über Quark als Lieblingslebensmittel für mehr Muskeln.
Den Shake auf dein Ziel abstimmen
Dieselbe Basis lässt sich in drei Richtungen drehen. Der Unterschied liegt weniger im Protein als in dem, was drumherum passiert.
Wenn du abnehmen willst, hältst du die Kalorien niedrig und das Protein hoch. Nimm Wasser statt Milch, lass den Honig weg und setz auf Beeren statt Banane und Saft. Der Beeren-Shake ohne Banane ist mit 261 Kalorien und 27 Gramm Protein das beste Beispiel: Er sättigt wie eine Mahlzeit, kostet aber weniger als ein belegtes Brötchen.
Wenn du Muskeln aufbauen willst, darf der Shake ruhig Kalorien mitbringen. Haferflocken, eine ganze Banane und ein Löffel Erdnussmus heben ihn auf 450 bis 500 Kalorien, ohne dass er sich schwer anfühlt. Das ist besonders praktisch, wenn du zu den Leuten gehörst, die feste Mahlzeiten schwer runterbekommen.
Wenn du einfach deine Proteinmenge erreichen willst, geht es um Wiederholbarkeit. Such dir zwei Rezepte, die du magst, kauf die Zutaten in derselben Runde mit ein und mach den Shake jeden Tag zur selben Zeit. Der beste Shake ist der, den du auch in Woche sechs noch machst.
Wenn du tiefer einsteigen willst, was Eiweiß im Körper eigentlich tut, haben wir das in Was du über Eiweiß wissen musst aufgeschrieben.
Der Baukasten: so baust du dir jeden Shake selbst
Jeder gute Protein-Shake folgt derselben Formel. Wenn du sie einmal verstanden hast, brauchst du kein Rezept mehr:
- Proteinbasis (150 g): Magerquark oder Skyr. Das ist das Fundament und liefert 16 bis 19 Gramm.
- Flüssigkeit (200 bis 300 ml): Milch bringt zusätzliches Protein, Wasser spart Kalorien, Saft macht süß. Die Menge bestimmt, ob du trinkst oder löffelst.
- Kohlenhydrate: Banane, Haferflocken, Honig oder Saft. Vor dem Training gern mehr, abends eher weniger.
- Geschmack: Beeren, Kakao, Zimt, Vanille, Espresso. Hier entscheidet sich, ob du den Shake gern trinkst.
- Optional Fett: Nüsse, Erdnussmus oder Leinsamen. Macht satt und rundet den Geschmack ab.

Sechs Shakes, die schmecken
Alle Rezepte ergeben eine Portion und liegen zwischen 24 und 35 Gramm Protein.
Der Bananen-Erdbeer-Shake
Der Klassiker und der Shake, mit dem die meisten anfangen. Cremig, süß ohne Zuckerzusatz und in zwei Minuten fertig.
Zutaten:
- 150 g Magerquark
- 1 Banane (ca. 125 g)
- 250 ml Milch, 1,5 %
- eine Handvoll tiefgefrorene Erdbeeren (ca. 50 g)
- optional: eine Handvoll Nüsse (ca. 25 g) für gesunde Fette
| Nährwerte | Kalorien | Eiweiß | Kohlenhydrate | Fett |
|---|---|---|---|---|
| ohne Nüsse | 357 kcal | 28,9 g | 48,0 g | 4,5 g |
| mit Nüssen | 513 kcal | 33,4 g | 50,4 g | 18,6 g |
Der Mango-Ananas-Shake
Die fruchtige Variante für Tage, an denen Milch zu schwer ist. Durch den Saft ist er kohlenhydratreicher — das macht ihn zum guten Shake vor dem Training.
Zutaten:
- 150 g Magerquark
- 200 bis 300 ml Mangosaft
- 2 Scheiben Ananas (ca. 100 g)
- 10 g Whey-Pulver, Vanille oder Banane
- ½ Banane (ca. 62,5 g)
| Nährwerte | Kalorien | Eiweiß | Kohlenhydrate | Fett |
|---|---|---|---|---|
| gesamt | 402 kcal | 30,2 g | 64,9 g | 1,0 g |
Der Beeren-Shake
Der günstigste im Feld, weil Tiefkühl-Beerenmix das ganze Jahr über wenig kostet. Auch der mit den wenigsten Kalorien — gut geeignet, wenn du im Defizit bist.
Zutaten:
- 150 g Magerquark
- 250 ml Milch, 1,5 %
- eine Handvoll Beeren (günstig: Tiefkühl-Beerenmix, ca. 70 g)
- 1 Teelöffel Honig
- optional: ½ Banane (ca. 62,5 g)
| Nährwerte | Kalorien | Eiweiß | Kohlenhydrate | Fett |
|---|---|---|---|---|
| ohne Banane | 261 kcal | 27,0 g | 30,8 g | 4,2 g |
| mit Banane | 319 kcal | 27,8 g | 44,2 g | 4,2 g |
Der Schoko-Erdnuss-Shake
Der Shake für alle, die abends Lust auf etwas Süßes haben. Durch Erdnussmus und Kakao schmeckt er nach Dessert, liefert aber knapp 35 Gramm Protein. Nimm stark entölten Kakao, nicht Trinkschokolade — der Unterschied sind rund 20 Gramm Zucker.
Zutaten:
- 150 g Magerquark
- 250 ml Milch, 1,5 %
- 20 g Erdnussmus ohne Zusätze
- 10 g Kakaopulver, stark entölt
- ½ Banane (ca. 62,5 g)
| Nährwerte | Kalorien | Eiweiß | Kohlenhydrate | Fett |
|---|---|---|---|---|
| gesamt | 436 kcal | 34,8 g | 35,2 g | 15,3 g |
- BIO: Das Erdnussmus wird aus 100 % Bio-Erdnusskernen hergestellt, die schonend geröstet sowie...
- VIELSEITIG: Das Erdnussmus verfeinert Porridge am Morgen, peppt jede Reispfanne auf und ist das...
- FÜR DICH: Erdnussmus ist wahrlich ein Alleskönner: Man hat stets einen veganen Brotaufstrich...
- WERTVOLL: Das Erdnussmus ohne Zucker kommt ohne Zusatzstoffe, Stabilisatoren und zugesetzten...
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Der Grüne
Klingt nach Strafe, schmeckt aber nicht danach. Der Spinat verschwindet geschmacklich komplett hinter Apfel und Hafer, färbt den Shake aber grün — das ist der einzige Effekt, den du merkst. Dafür bekommst du Eisen, Folsäure und Ballaststoffe.
Zutaten:
- 150 g Skyr
- 200 ml Hafermilch
- 50 g Babyspinat
- 1 Apfel (ca. 130 g)
- 30 g zarte Haferflocken
| Nährwerte | Kalorien | Eiweiß | Kohlenhydrate | Fett |
|---|---|---|---|---|
| gesamt | 379 kcal | 23,8 g | 53,0 g | 5,9 g |
Der Kaffee-Shake
Frühstück und Kaffee in einem Glas. Funktioniert am besten mit einem Espresso, den du am Vorabend kochst und kalt stellst — heißer Kaffee lässt den Quark ausflocken.
Zutaten:
- 150 g Magerquark
- 200 ml Milch, 1,5 %
- 1 Espresso (ca. 60 ml), kalt
- 1 Banane (ca. 125 g)
- 15 g Haferflocken
| Nährwerte | Kalorien | Eiweiß | Kohlenhydrate | Fett |
|---|---|---|---|---|
| gesamt | 374 kcal | 28,9 g | 52,0 g | 4,7 g |
Zubereitung: worauf es ankommt
Alle Shakes funktionieren nach demselben Ablauf: Zutaten in den Mixer, 30 bis 45 Sekunden mixen, fertig. Es gibt trotzdem ein paar Details, die den Unterschied machen.
Die Reihenfolge: Erst die Flüssigkeit, dann Weiches, dann Gefrorenes und Hartes. So bekommt das Messer sofort Kontakt zur Flüssigkeit und blockiert nicht.
Der Mixer: Ein Stabmixer reicht für alles ohne Tiefkühlware. Sobald gefrorene Beeren oder Nüsse dazukommen, brauchst du einen Standmixer mit ordentlich Leistung — sonst bleiben Stücke übrig und die Klinge leidet.
Für Shakes, die du mitnimmst, sind die kleinen Mixer mit To-Go-Becher praktisch: Du mixt direkt im Trinkbecher, schraubst den Deckel drauf und bist raus.
Die Konsistenz steuern: Zu dick? Mehr Flüssigkeit. Zu dünn? Ein Löffel Haferflocken oder eine halbe Banane mehr. Tiefkühlobst macht den Shake automatisch dicker und kühler.
Vorbereiten und aufbewahren: Ein fertiger Shake hält im Kühlschrank gut einen Tag. Bei Quark setzt sich das Wasser oben ab — einmal kurz aufschütteln oder aufmixen, dann ist er wie frisch. Wer morgens keine Zeit hat, kann alle trockenen und gefrorenen Zutaten am Vorabend portionsweise in Gefrierbeutel füllen. Morgens nur noch Flüssigkeit dazu.
Die häufigsten Fehler
- Zu viel Saft. 300 ml Fruchtsaft bringen schnell 35 Gramm Zucker mit. Wenn du abnehmen willst, nimm Wasser oder Milch und hol die Süße aus Obst.
- Den Shake als Zusatz statt als Mahlzeit rechnen. 400 Kalorien sind eine Mahlzeit. Wer sie zusätzlich trinkt, nimmt zu — auch wenn „Protein“ draufsteht.
- Heiße Flüssigkeit zu Quark geben. Das flockt aus und sieht aus wie geronnene Milch. Kaffee immer abkühlen lassen.
- Trinkschokolade statt Kakao. Fertige Kakaogetränkepulver bestehen zu drei Vierteln aus Zucker. Stark entölter Backkakao hat fast keinen.
- Denken, es muss Whey sein. Für den Muskelaufbau zählt die Tagesmenge an Protein. Ob sie aus Quark oder Pulver kommt, ist zweitrangig.
Wann sich Proteinpulver trotzdem lohnt
Damit hier kein falscher Eindruck entsteht: Pulver ist nicht schlecht, es hat nur einen anderen Einsatzbereich.
Es lohnt sich, wenn du unterwegs bist und keinen Kühlschrank hast, wenn du direkt nach dem Training etwas Leichtes willst, das nicht im Magen liegt, wenn du Kalorien sparen musst und reines Protein ohne Beiwerk brauchst, oder wenn du schlicht keine Zeit zum Mixen hast. Ein Messlöffel in Wasser dauert 20 Sekunden.
Wenn du Pulver kaufst, achte auf den Proteingehalt je 100 Gramm — er liegt bei Konzentrat zwischen 70 und 80 Prozent, bei Isolat über 85. Neutrale Sorten sind flexibler, weil du sie in jedes Rezept kippen kannst, ohne den Geschmack zu ruinieren.
Fünf Fragen zu Mengen, Mythen und dem Shake aus dem Kühlschrank.
Häufige Fragen zu selbstgemachten Eiweiß-Shakes
Wie mache ich einen Eiweißshake ohne Proteinpulver?
Mit Magerquark oder Skyr als Basis. 150 Gramm Magerquark liefern 18,5 Gramm Protein, mit 250 ml Milch kommst du auf 27 Gramm — das entspricht einem normalen Pulver-Shake. Obst, Haferflocken und Kakao sorgen für den Geschmack.
Wie viel Protein sollte ein Shake haben?
Zwischen 25 und 35 Gramm sind ein guter Zielwert für eine vollwertige Portion. Entscheidend ist aber die Tagesmenge: rund 1,6 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht. Die Verteilung auf die einzelne Mahlzeit spielt eine kleinere Rolle, als lange angenommen.
Ist ein selbstgemachter Shake wirklich günstiger?
Ja, aber der Abstand ist kleiner als oft behauptet. Ein selbstgemachter Shake kostet etwa 1,20 Euro für 30 Gramm Protein, ein Whey-Shake rund 1,50 Euro für 25 Gramm. Der Vorsprung wächst allerdings gerade, weil Whey-Preise 2026 stark gestiegen sind, Quarkpreise dagegen stabil sind.
Kann ich den Shake am Abend vorher machen?
Ja. Im Kühlschrank hält er gut einen Tag. Bei Quark setzt sich Flüssigkeit oben ab — einmal aufschütteln reicht. Praktischer ist es, die trockenen und gefrorenen Zutaten vorzuportionieren und morgens nur die Flüssigkeit zuzugeben.
Macht ein Eiweißshake dick?
Ein Shake mit 400 Kalorien macht genauso dick wie eine Mahlzeit mit 400 Kalorien — wenn er zusätzlich kommt. Rechne ihn als Mahlzeit ein, nicht als Getränk, dann ist er im Gegenteil ein gutes Werkzeug beim Abnehmen, weil Protein lange satt hält.
Quark oder Skyr — was ist besser?
Magerquark hat mit rund 13 Gramm je 100 Gramm mehr Protein als Skyr mit etwa 11 Gramm und kostet meist die Hälfte. Skyr schmeckt dafür milder und cremiger. Wer auf den Preis achtet, nimmt Quark; wer den Geschmack von Quark nicht mag, nimmt Skyr.
Wann trinke ich den Shake am besten?
Wann es dir passt. Das viel zitierte anabole Fenster direkt nach dem Training ist deutlich breiter als früher gedacht. Ein Shake als Frühstück, als Zwischenmahlzeit oder nach dem Training funktioniert gleichermaßen — Hauptsache, du kommst über den Tag auf deine Menge.
Ich habe jahrelang Pulver gekauft, weil es dazugehört. Heute steht bei mir Magerquark im Kühlschrank und das Pulver nur noch für unterwegs. Der Unterschied im Ergebnis: keiner. Der Unterschied im Geldbeutel und beim Sättigungsgefühl: deutlich.

Fazit
Ein Eiweißshake braucht kein Pulver. Magerquark und Milch bringen dich auf 27 Gramm Protein, bevor du überhaupt an Geschmack gedacht hast — und das zu einem Drittel des Preises, den du gerade für Whey zahlst.
Was der selbstgemachte Shake zusätzlich liefert, steht auf keiner Dose: Sättigung, die anhält, weil Casein langsam verdaut wird. Vitamine und Ballaststoffe aus dem Obst. Und die Möglichkeit, ihn so zu bauen, dass du ihn wirklich gern trinkst.
Pulver behält seinen Platz für unterwegs, für die Zeit direkt nach dem Training und für Tage, an denen es schnell gehen muss. Als Standardlösung für zu Hause hat es 2026 deutlich an Argumenten verloren.
Quellen
- Morton, R. W. et al.: A systematic review, meta-analysis and meta-regression of the effect of protein supplementation on resistance training-induced gains in muscle mass and strength in healthy adults. British Journal of Sports Medicine, 2018.
- Trommelen, J. et al.: The anabolic response to protein ingestion during recovery from exercise has no upper limit in magnitude and duration in vivo in humans. Cell Reports Medicine, 2023.
- Milchpreise und Protein-Boom: Preise für Molkenpulver steigen auf Rekordhoch. agrarheute, 2026.
Das Fitnessguru Team wünscht dir viel Erfolg beim Erreichen deiner Ziele!
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Ich bin da ja eher von der faulen Sorte und greife schnell mal zum Proteinpulver aus der Dose…
Ab und zu ist jedoch so ein frisch gemachter Shake doch eine feine Sache.
Die Rezepte aus dem Artikel habe ich mir direkt weggespeichert und werde sie bei Gelegenheit mal versuchen.
Jedem der Probleme damit hat die fertigen Shakes zu vertragen kann ich empfehlen mal Reisprotein zu versuchen. Damit kommen auch viele Leute sehr gut klar, die ein empfindliches Verdauungssystem haben. :)
Geschmacklich ist Erdbeer-Banane natürlich wirklich top!
Das Problem mit den ganzen Quark-Shakes ist allerdings, dass die Eiweißdichte nicht besonders hoch ist und man regelmäßig große Mengen davon verzehren muss um auf nennenswerte Mengen Eiweiß zu kommen.
Ich liebe Magerquark – aber ganz ehrlich – täglich möchte ich nicht solche Mengen davon verzehren.
Schöner Gruß,
Stefan
Hallo Stefan, ich kann inzwischen wirklich aus der Praxis berichten. Ich setze im Schwerpunkt bei der Eiweißversorgung auf Magerquark. Ja, die Mengen, die man zu sich nehmen muss, sind nicht ohne, aber im Prinzip auch kein Problem (für mich). Ich esse den Quark nicht pur, sondern mische mir jeweils 250g Quark mit etwa 150 Milch (0,1). Dazu 10-15g Whey Protein (primär wegen des Geschmacks; ich bevorzuge Geschmacksrichtung Banane; es geht aber auch ohne Whey!). Das sind dann etwa 400 ml Shake mit einem Eiweißgehalt von etwa 40 bis 50g Eiweiß. Wenn man damit ERGÄNZT, hat man eine günstige und sehr gute Eiweißquelle.