Trainingshilfen im Test 2026: Zughilfen, Handschuhe & Co.

🔄 Zuletzt umfassend überprüft und aktualisiert: 11. Juni 2026

Wer regelmäßig trainiert und etwas genauer auf den einen oder anderen Athleten achtet, kann feststellen, dass einige eine komplette Reisetasche voll mit Equipment für das „optimale“ Training dabei haben. Von Trainings-Handschuhen über diverse Zughilfen bis hin zu Bandagen für Handgelenk, Knie und Ellenbogen.

Da solche Hilfsmittel nicht selten von durchtrainierten Athleten getragen werden, folgert man schnell:

Wer diese Trainingshilfen besitzt, wird zum „Musterathleten“.

Was brauchst Du wirklich, um ein perfektes Training zu absolvieren?

Trainingshilfen im Test

Nicht selten verwenden fortgeschrittene Athleten spezielles Equipment, um das Training effektiver und sicherer zu gestalten

Trainingshandschuhe

Wenn du dir etwas zulegen solltest, dann sind das Trainingshandschuhe. Sie sind optimal für jedes Training an Geräten und mit freien Gewichten. Egal, ob Du Einsteiger oder Profi bist. Schmerzende Hände sind damit Schnee von gestern.

Du solltest Dir auf jeden Fall spezielle Handschuhe (keine Fahrradhandschuhe und keine Winterhandschuhe) für ein solches Training zulegen und insbesondere auf die richtige Größe und eine gute Polsterung achten.  Bei Drückübungen (Push) mildern sie die Belastung auf die Hand, bei Zugübungen (Pull) schützen sie vor unangenehmen Schwielen und verhindern das Abrutschen bei feuchten Händen. Mit den richtigen Handschuhen hat man ein optimales Trainingsgefühl!

Wann machen Trainingshandschuhe Sinn?

  • Wenn Du leicht Druckprobleme in der Hand bekommst
  • Wenn Du leicht feuchte Hänge bekommst und Dir dadurch einfach der Halt fehlt

Im Folgenden möchte ich dir drei verschiedene Varianten vorstellen, die alle Fitness Guru getestet sind:

Der günstige Trainingshandschuh

Verarbeitung und Qualität sind definitiv nicht ganz optimal. Wer saubere und qualitativ hochwertige Verarbeitung möchte, der ist mit diesem günstigen Modell  falsch beraten. Aber sie erfüllen ihren Zweck und fallen nicht gleich beim ersten Training auseinander. Wenn du Einsteiger im Bereich Trainingshilfen bist, ist der Handschuh einen Versuch wert. Wer schon einmal höherwertigere Handschuhe besaß, wird mit diesem Modell nicht wirklich glücklich.

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Pro:

  • Preis-Leistungsverhältnis stimmt
  • ausreichend gepolstert
  • gut belüftet

Kontra:

  • unsaubere Verarbeitung
  • nicht sehr langlebig

Bewertung: Brauchbar

Hochwertige Trainingshandschuhe

Wer noch nie mit Handschuhen trainiert hat, sollte zunächst einmal mit dem günstigen Modell   testen, ob er das besondere Gefühl überhaupt angenehm findet. Wer allerdings schon länger dabei ist, mit ordentlichen Gewichten trainiert und Handschuh-Haptik mag, der könnte mit diesen Handschuhen  einen Volltreffer landen.

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  • Robust & leicht – Hochwertige Materialien, geringes Gewicht von 0,3 kg, verstärkte...

Pro:

  • sehr gute Polsterung
  • sehr guter Gripp
  • stabilisiert die Handgelenke sehr gut (besonders hilfreich bei schwerem Bankdrücken)

Kontra:

  • recht teuer
  • Waschen unmöglich (Der Fitness Guru hat die Handschuhe per Handwäsche gereinigt. Die Handschuhe waren anschließend unbrauchbar. Vielleicht liegt es aber einfach an meiner Leder-Waschinkompetenz).

Bewertung: Brauchbar

Trainingshandschuh Empfehlung

Eigentlich ist es gar kein Handschuh. Trotzdem gehört diese Trainingshilfe  zu meinen absoluten Lieblingen. Die Grips sind geeignet für Anfänger und Profis. Sie bieten das perfekte Polster und halten lange. Der Fitness Guru hat einen ganzen Vorrat von diesen „Trainingshandschuhen“ in verschiedenen Designs.

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Pro:

  • sehr gute Polsterung
  • extremer Gripp
  • offenes Design sorgt für Frischluft an den Händen
  • prima waschbar

Kontra:

  • Hmmmm, so spontan fällt mir nichts ein ;-)

Bewertung: TOP

Zughilfen

Der Name ist selbsterklärend. Diese Trainingshilfe erlaubt es, unsere Unterarme bei Zugübungen zu entlasten.

Zughilfen 2026 im Überblick

Typ Stärke Für wen
Grip-Pads / Versa Gripps (Testsieger) Ersetzen Haken, Bandage und Handschuh in einem, extrem langlebig und in Sekunden an- und abgelegt Wer einmal investiert und über Jahre alle Zugübungen abdecken will
Stoff-Zughilfen (Lasso), z. B. Fitgriff Günstiger Allrounder mit gutem Grip, frei wickelbar und waschbar Einsteiger ins Strap-Thema und preisbewusste Athleten
Figure-8-Straps Verriegeln Hand und Stange fest ineinander, maximaler Halt ohne Nachgreifen Schweres Kreuzheben und Strongman, wo die Stange nicht aus der Hand darf
Zughilfen mit Metallhaken Blitzschnell ein- und ausgehängt, fester Hakenabstand Wer den Wechsel zwischen den Sätzen ohne Wickeln will

Wenn Du Anfänger bist, lass die Finger von Zughilfen! Du sollst Deine Haltemuskulatur möglichst harmonisch mit entwickeln. Fortgeschrittene, die aufgrund ihrer Unterarm-Haltekraft an ihr Limit kommen und dabei den Zielmuskel nicht mehr treffen, sollten definitiv über einen Kauf nachdenken.

Wenn Du Zughilfen einsetzt, dann bitte nur punktuell und nicht grundsätzlich. Zughilfen sind generell umstritten, da sie am Handgelenk anpacken und die Strukturen dort dehnen. Setzt man sie zu oft ein, kann dies zu Schäden an den Handgelenkstrukturen und einem Zurückbleiben der Unterarm-Haltemuskulatur gegenüber den restlichen Muskeln führen.

Wann machen Zughilfen Sinn?

Wenn Du punktuell, zum Beispiel bei ein oder zwei schweren Sätzen einer Zugübung, aufgrund Deiner Unterarm-Haltemuskulatur, das Gewicht nicht mehr schaffst. Das kann horizontales Rudern sein, Lat-Ziehen oder auch Kreuzheben.

Die Forschung stützt genau diesen punktuellen Einsatz. Eine Studie von Trahey und Kollegen (2023) zeigte, dass Trainierende mit Zughilfen beim Kreuzheben deutlich mehr Wiederholungen schaffen und die Griffkraft über den Satz hinweg besser erhalten bleibt, ohne dass die Hantelgeschwindigkeit leidet. Untersuchungen zum Latziehen deuten sogar darauf hin, dass die Aktivierung des großen Rückenmuskels mit Zughilfen eher steigt, während Unterarm und Bizeps entlastet werden. Genau darum geht es: Nicht der Zielmuskel wird geschont, sondern die limitierende Haltekraft.

Der Fitnessguru stellt euch im Folgenden die wichtigsten Varianten vor:

Zughilfen mit Metallhaken

Aus meiner Sicht lohnt sich ein Kauf dieser Metall-Variante  vielleicht. Man sieht damit definitiv spektakulär aus. Nicht ganz billig, sind sie nicht wirklich universell einsetzbar. Die Haken sind schnell an der Stange eingehängt und wieder entfernt. Das Umwickeln der Stange, wie bei den anderen Varianten,  entfällt. Ich persönlich mag diese Art von Zughilfe nicht. Die Stange, egal ob beim Latziehen oder beim Kreuzheben, ist immer mit dem Abstand fixiert, den der Haken au Metall vorgibt. Damit kommen einige sicher prima zurecht, ich brauche die Möglichkeit, durch das Umwickeln selbst festzulegen, wie stramm die Stange beim Latziehen oder Kreuzheben in der Hand liegt.

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Pro:

  • Schnelles Anbringen der Zughilfe
  • langlebig

Kontra:

  • Muss anatomisch passen (Haken-Abstand gibt vor, wie fest die Stange in der Hand liegt)

Bewertung: Brauchbar

Zughilfen aus Stoff

Zughilfen aus Stoff sind ihren Kauf allemal wert. Sie haben einen guten Grip, unterstützen gut und die Handgelenke werden nicht so extrem in Mitleidenschaft gezogen. Allerdings ist die Befestigung ein Thema für sich. Wenn Du nicht zu den Größten gehörst, ist es schon eine Herausforderung die Stoff-Zughilfen am Latzug zu befestigt und die Wickeltechnik will auch erst einmal verinnerlicht sein.

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  • BEQUEME POLSTERUNG - ein weicher Neopren-Polster garantiert bequemen Tragekomfort ohne...
  • EINFACH SORGENFREI - gerne kannst du die Zughilfen bestellen und im Training ordentlich testen...

Pro:

  • guter Gripp
  • nahezu unzerstörbar
  • waschbar
  • sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis

Kontra:

  • Übung nötig um die Zughilfen korrekt und schnell anbringen zu können

Bewertung: TOP

Figure-8-Straps für schweres Kreuzheben

Figure-8-Straps sind die große Neuerung, die in den letzten Jahren in fast jede ernsthafte Sporttasche gewandert ist. Sie sind wie eine Acht geformt: Du steckst die Hand durch die erste Schlaufe, wickelst sie um die Stange und greifst durch die zweite Schlaufe. Hand und Stange sind damit fest ineinander verriegelt. Nachgreifen ist unmöglich, die Stange bleibt liegen, egal wie schwer es wird. Für maximales Kreuzheben, Rack Pulls oder Strongman-Events gibt es kaum etwas Sichereres.

Der Haken: Genau diese feste Verriegelung macht sie unflexibel. Schnelles Loslassen geht nicht, für dynamische oder olympische Hebungen sind klassische Lasso-Zughilfen die bessere Wahl. Wer aber vor allem schwer von unten zieht, sollte Figure-8-Straps unbedingt ausprobieren.

Pro:

  • maximaler, rutschfreier Halt bei schwersten Lasten
  • kein Nachgreifen nötig
  • schonen die Griffkraft komplett

Kontra:

  • kein schnelles Loslassen, daher nichts für olympische oder dynamische Hebungen
  • nur bei wirklich schweren Zügen sinnvoll

Bewertung: TOP für schweres Kreuzheben

Zughilfe Empfehlung

Lange haben wir gesucht und endlich wirklich geniale Zughilfen gefunden. Sie sind nahezu nicht kaputt zu bekommen, halten bombenfest und unterstützen extrem gut.  Aus unserer Sicht die mit Abstand beste Zughilfe mit klarer Kaufempfehlung!

Der recht ordentliche Preis relativiert sich, wenn man bedenkt, dass man hier eine Trainingshilfe erwirbt, die man für sehr lange Zeit hat! Verblüffend war für mich anzusehen, wie sich die Versa Grips in meinem Umfeld verbreitet haben. Wer sie bei mir im Einsatz gesehen hat, war sofort begeistert.

Die Versa Gripps gibt es inzwischen in mehreren Ausführungen. Die PRO aus festem Material ist der Klassiker für schweres Training, die XTREME setzt auf maximalen Grip, und mit FIT und FITPRO gibt es schmalere Varianten für kleinere Handgelenke. An der Empfehlung ändert das nichts: Wer einmal in die Versa Gripps investiert, braucht so schnell keine neuen Zughilfen mehr.

Das meint der Fitness Guru:

Für den Alltag im Studio sind die Versa Gripps der beste Allrounder und mein klarer Testsieger. Wer fast ausschließlich schwer von unten zieht und das letzte bisschen Sicherheit beim Kreuzheben will, ergänzt sie um ein Paar Figure-8-Straps. Beides zusammen deckt so ziemlich jede Zugübung ab.

Diese VERSA GRIPS sind jeden Cent wert! Nach gut 2 Jahren kann ich das mit absoluter Sicherheit sagen. Robust, bequem, fantastisch!Patric R.

Testsieger Versa Grips

Die besten Zughilfen, die dem Fitness Guru in seiner langen Sportkarriere bisher begegnet sind!

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Pro:

  • extremer Grip
  • äußerst robust und damit sehr langlebig
  • Handgelenk wird bei schweren Druckübungen ebenfalls stabilisiert
  • offenes Design sorgt für Frischluft an den Händen. Man schwitzt einfach nicht.
  • sehr gute Zughilfe

Kontra:

  • Teuer, dennoch sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis
  • es riecht immer etwas nach Autoreifen ;-)

Bewertung: FitnessGuru TIPP 

Handgelenkgurte / Handgelenkbandagen

Wer gerne mal die Handgelenke beim Bankdrücken abknickt oder beim Trizeps-Drücken Probleme hat, der wird mit diesem Produkt sicher sehr zufrieden sein. Wenn Du durch frühere Verletzungen zu leichten Schmerzen im Handgelenk neigst, kann ich die Handgelenk-Bandagen ausdrücklich empfehlen. Es kann meist schmerzfrei weiter trainiert werden, ohne schlimmere Verletzungen zu riskieren. Bei Crossfit-Aktivitäten sind die Handgelenkbandagen  nahezu unverzichtbar.

Wann machen Handgelenkgurte Sinn?

  • Wenn Du schnell Probleme mit den Handgelenken bekommst
  • Wenn Du vorbelastete Handgelenke hast

Handgelenkbandagen Empfehlung

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Pro:

  • gute Stabilisation der Handgelenke
  • langlebig
  • sehr gutes Preis-/Leistungsverhältnis
  • inkl. praktischer Transporttasche
  • optischer Hingucker

Kontra:

  • „im normalen Training ohne verletzungsbedingte Vorbelastung nicht unbedingt erforderlich“

Bewertung: FitnessGuru TIPP 

Gewichthebergürtel

Der Gewichthebergürtel wird, wie der Name schon erahnen lässt, verwendet, um schwere Gewichte zu heben. Besonders gerne wird er von Gewichthebern oder auch Kraftdreikämpfern beim Kreuzheben verwendet. Wer allerdings auf Muskelaufbau setzt und nicht darauf aus ist, maximales Gewicht zu heben, sollte diese Trainingshilfe nicht beim Kreuzheben verwenden. Es ist schließlich wenig sinnvoll, den Muskel, den man treffen möchte, zu entlasten.

Zughilfen und Gewichthebergürtel

Zughilfen und Gewichthebergürtel

An anderer Stelle kann diese Hilfe durchaus große Vorteile mit sich bringen. Wer zum Beispiel schwere Kniebeugen macht, kann mit dem Gürtel zusätzlich die instabile Körpermitte stützen. Verhindert werden durch den Gürtel ein Hohlkreuz (Hyperlordose im Lendenwirbelbereich) und damit im Zusammenhang stehende Verletzungen. Aber ähnlich wie bei Zughilfen gilt, dass man den Gürtel nicht grundsätzlich, sondern nur punktuell einsetzen sollte. Es sein denn, man ist durch Verletzung im Lendenwirbelbereich grundsätzlich auf eine entsprechende Stabilisierungshilfe angewiesen.

Wann macht ein Gewichthebergürtel Sinn?

  • Bei wirklich schweren Übungen, bei denen die Muskulatur im Bereich Lendenwirbelsäule nicht Zielmuskel ist
  • Bei gesundheitlichen Einschränkungen und oder Vorbelastungen im Bereich der Lendenwirbelsäule

Gewichthebergürtel Empfehlung

Beim Verschluss hat sich in den letzten Jahren einiges getan. Neben der klassischen Dornschnalle und dem schnellen Klettverschluss setzen viele schwere Heber heute auf den Hebelverschluss (Lever Belt). Der rastet mit einem Hebel ein und sitzt bei jeder Wiederholung exakt gleich stramm. Beim schweren Kniebeugen und Kreuzheben ist das ein echter Vorteil, weil du den Bauch immer gegen denselben Widerstand pressen kannst. Der kleine Nachteil: Die Weite stellst du einmal mit einem Schraubendreher ein, mal eben zwischen den Sätzen lockern geht nicht so flott wie beim Klett. Achte bei Leder-Gürteln mit Hebel auf eine saubere Metallverarbeitung, denn billige Hebel sind die typische Schwachstelle.

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  • EINFACH SORGENFREI - gerne kannst du den Gürtel bestellen und im Training ordentlich testen...

Pro:

  • sinnvoll bei schweren Kniebeugen
  • sinnvoll bei gesundheitlich bedingten Stabilisierungsproblemen im Bereich Lendenwirbelsäule

Kontra:

  • wenig Einsatzmöglichkeiten bei gesunden Sportlern

Bewertung: Brauchbar

Häufige Fragen zu Trainingshilfen

Welche Zughilfen sind die besten?

Für den universellen Einsatz im Studio sind die Versa Gripps mein Testsieger: extrem langlebig, schneller Wechsel und sie stabilisieren das Handgelenk gleich mit. Wer vor allem schwer Kreuzheben will, fährt mit Figure-8-Straps am sichersten. Für den günstigen Einstieg reichen klassische Stoff-Zughilfen aus Baumwolle, zum Beispiel von Fitgriff, völlig aus.

Zughilfen oder Handschuhe: Was ist besser?

Das hängt vom Problem ab. Geht es dir um Schwielen, feuchte Hände und Druckstellen, sind Trainingshandschuhe oder Grip-Pads die richtige Wahl. Verlässt dich bei schweren Zugübungen die Haltekraft, bevor der Zielmuskel müde ist, brauchst du Zughilfen. Viele Athleten haben am Ende beides in der Tasche, weil sie unterschiedliche Aufgaben lösen.

Sind Zughilfen auch für Anfänger sinnvoll?

Nein. Als Anfänger solltest du deine Unterarm- und Griffkraft erst harmonisch mitentwickeln. Zughilfen lohnen sich erst, wenn du fortgeschritten bist und deine Haltekraft bei schweren Sätzen zum limitierenden Faktor wird. Dann aber nur punktuell, nicht bei jedem Aufwärmsatz.

Schaden Zughilfen den Handgelenken?

Bei dauerhaftem Einsatz können sie die Strukturen am Handgelenk überdehnen und die Entwicklung der Haltemuskulatur ausbremsen. Deshalb gilt: gezielt bei ein, zwei schweren Sätzen einsetzen, nicht grundsätzlich. Richtig dosiert sind sie ein nützliches Werkzeug, kein Dauerbegleiter.

Brauche ich einen Gewichthebergürtel?

Nur wenn du wirklich schwer beugst oder hebst und die Körpermitte zusätzlich stabilisieren willst, oder wenn du Vorbelastungen im Lendenwirbelbereich hast. Beim Muskelaufbau mit moderaten Gewichten brauchst du ihn nicht. Wenn du dich für einen entscheidest, ist ein Modell mit Hebelverschluss heute der Standard für konstanten Halt.

Fazit

Es gibt genügend Athleten, die ohne den Einsatz von speziellen Trainingshilfen herausragende Leistungen vollbringen. Das geht ohne jeden Zweifel und es sei ihnen gegönnt. Ich möchte hier auch niemanden eines Besseren belehren oder missionarisch Tätig sein. Es ist durchaus auch nachvollziehbar, warum einige den Einsatz solcher Hilfsmittel ablehnen. Ein über Jahre hinweg gewohntes Körpergefühl wird durch einen Gürtel oder Zughilfen durchaus negativ beeinflusst.

Auf der anderen Seite kann der dauerhafte Einsatz der Helferlein dazu führen, dass eine Übung sich ohne Hilfsmittel plötzlich nicht mehr gut anfühlt oder man sich dank des Hilfsmittels die Trainingsfortschritte selbst zerstört.

Aus meiner Sicht machen Trainingshilfen aber an den richtigen Stellen und im richtigen Moment eingesetzt, auf jeden Fall Sinn.

Sie unterstützen das Training und sorgen für die nötige Sicherheit. Allerdings muss man sich genau darüber im Klaren sein, wann man welche Hilfe wie einsetzt. Wer, wie oben erwähnt, beim Kreuzheben einen Gewichthebergürtel trägt, hat das Prinzip nicht verstanden. Wer alle Zugübungen ab dem Aufwärmen mit Zughilfe ausführt, hat das Prinzip nicht verstanden. Lies Dir genau durch, in welchen Fällen welches Hilfsmittel einen möglichen Vorteil bringt.

Wer schwer trainiert, Kreuzheben, Latziehen und Ruderübungen mit hohem Gewicht liebt, der sollte sich unbedingt die Versa Grips   mit in die Sporttasche packen. Irgendwann machen einfach die besten Unterarme schlapp! Wer Probleme mit den Handgelenken hat und das Training nicht für lange Zeit aussetzen möchte, der sollte die Handgelenkbandagen  dabei haben.

Auch wenn die Leistung mal nicht stimmt, sieht man damit wenigstens gut aus ;-)

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Hinweis: Alle Inhalte sind sorgfältig recherchiert und aufbereitet und für gesunde Erwachsene ab 18 Jahren geeignet. Die Konsultation eines Arztes sollte mindestens dann erfolgen,  wenn bereits Vorerkrankungen vorliegen. Medizinischen oder rechtlichen Rat kann ausschließlich ein Mediziner bzw. ein Anwalt geben und kein Artikel von der Fitness Guru.

Letzte Aktualisierung der Preisangaben am 27.06.2026 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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7 Antworten

  1. Olli sagt:

    Hi,
    erstmal vielen Dank für den aussagekräftigen Test. Vielleicht hat ja jemand noch einen ergänzenden Hinweis für mich: Ich trainiere seit 3 Wochen mit wachsender Begeisterung mit Restistance Bands. Allerdings scheinen meine Handschuhe dafür nicht optimal. Insbesondere die Polsterung ist für die Bänder ja irgendwie an der falschen Stelle. Stärkeres Material bräuchten sie eher an den Handaußenseiten. Vermutlich wäre es auch mit langen Fingern besser. Ich bin für jeden Tipp dankbar. Ich selbst habe so richtig nichts gefunden. Der Tipp, auf Footballhandschuhe auszuweichen, überzeugt mich nicht wirklich, die haben zwar Grip, aber keinerlei Materialverstärkung oder Polsterung.
    Thx

    • Patric sagt:

      Hallo Olli! Ich denke mal, dass du Therabänder verwendest. Wenn ich mit diesen Bändern trainiere, habe ich bei entsprechendem Widerstand ebenfalls irgendwann Probleme. Es wird einfach irgendwann rutschig und schmerzt mitunter.

      Ich habe mir daher bereits recht früh etwas Zubehör gegönnt. Es gibt Griffe, die wirklich bombenfest halten und die Probleme lösen.
      Zubehör für Tubes…

      Ich hoffe, der Tipp geht in die richtige Richtung.

      Viel Spaß beim Training!

  2. Jahn sagt:

    Hi Tim,

    eine gute Zusammenfassung der sinnvollsten Trainingshilfen, die Du hier erstellt hast.

    Das Thema Schuhe könntest Du hier evtl. noch ergänzen… Wenn ich dran denke, mit was für Schuhen ich Leute regelmäßig Kniebeugen machen sehe, dann wird mir ganz anders. Ganz oft werden da Laufschuhe benutzt…

    Was den Gürtel angeht bin ich etwas zwigespalten. Prinzipiell halte ich den im Grenzbereich für sinnvoll. Jedoch wird er häufig einfach immer benutzt… wenn man ihn schon dabei hat. Hier verlassen sich die Anwender dann oft so sehr auf die Sabilisation von außen, dass die eigentliche Core-Stability dann nicht mehr so effektiv mittrainiert wird. Ich benutze einen Gürtel daher nur bei Kniebeugen und Kreuzheben im Grenzbereich (IK-Training).

    VG
    Jahn

    • Tim Remus sagt:

      Hallo Jahn,

      das Thema Schuhe ist in der Tat wichtig. Beim Bankdrücken rein optisch, bei Übungen wie Kreuzheben und Kniebeugen tatsächlich extrem bedeutsam. Ich bin ein Fan von Barfuß-Training, weiß aber, dass dies in sehr vielen Studios aus guten (gesundheitlichen) Gründen nicht gestattet ist. Auch bei der Ausführung von Übungen mit sehr hohem Gewicht ist ordentliches Schuhwerk unerlässlich.

      Beim Thema Gürtel bin ich ebenfalls Deiner Meinung! Ein Drama was man da alles sieht. Da wird selbst beim Aufwärmen mit der Stange ein Gürtel um die Hüften gelegt :-) Daher plädiere ich ja gerade dafür, nur ganz gezielt und punktuell auf derartige Hilfsmittel zurückzugreifen.

      Sportliche Grüße

      Tim

  3. Patrick O. sagt:

    Letzens erst habe ich zum ersten mal Zughilfen von einem Kollegen getestet und war überzeugt von der positiven Auswirkung auf die Übung, welche auch hier in diesem Artikel erklärt wurden. Ich hab mir nun welche bestellt mit einem Neoprenpolster damit diese nicht einschneiden ins Handgelenk. Aber ich werde meine Zughilfen dann nicht immer bei jeder Zugübung verwenden, da sonst die Unterarme verkümmern im Laufe der Zeit.

    • Patric sagt:

      Genau! Zughilfen muss man ganz gezielt einsetzen. Die Unterarmmuskulatur bleibt ansonsten auf der Strecke oder, viel schlimmer, das Handgelenk wird geschädigt.

  1. Oktober 22, 2021

    […] Ansonsten mache ich es mir einfach und verweise auf den Artikel Die besten Fitnessgeräte für das Home Gym. Wenn die oder der zu Beschenkende sein Training im Studio absolviert, findet man ein paar Geschenkideen im Artikel Trainingshilfen im Test. […]

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